Kommando Spezialkräfte – KSK

Bundeswehr CAT-Test online üben

Hier kannst du mit unseren Bundeswehr Test (CAT) kostenlos online üben und dich für den Eignungstest bei der Bundewehr vorbereiten. Der Assessment Trainer setzt sich aus den Kategorien Deutsch, Mathematik, Logik, Konzentration und Wissen zusammen, aus denen immer 20 Fragen per Zufallsprinzip ausgespielt werden. Der Übungstest spiegelt nur ein Teil des richtigen CAT-Test der Bundeswehr wieder und ist an den Original-Fragen des Computertests angelehnt. 

Für die Durchführung des computerassistierten Tests hast du insgesamt 8 Minuten Zeit. Am Ende findet eine unverbindliche Auswertung der Testergebnisse statt. Viel Spaß beim üben! 

1 / 20

Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

2 / 20

Kategorie: Mathematik

Bei Ratenzahlung verteuert sich der Kauf eines Autos um 1.800 €. Die Rate beträgt 7,5 %. Wie hoch ist der ursprüngliche Kaufpreis des Autos?

3 / 20

Kategorie: Allgemeinwissen

7 Glühlampen sind an einer Spannungsquelle angeschlossen. Diese wird so eingestellt, dass mindestens eine Lampe heller leuchtet als alle anderen. Wie verhält sich die Helligkeit von Lampe A zu Lampe B?

Question Image

4 / 20

Kategorie: Logik

Welches Wort passt nicht in die Reihe?

5 / 20

Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

6 / 20

Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

7 / 20

Kategorie: Bundeswehr Wissen

Wer entscheidet über die Durchführung der Auslandseinsätze der Bundeswehr?

8 / 20

Kategorie: Allgemeinwissen

Was wurde vom Mediziner Alexander Fleming nur durch einen Zufall entdeckt?

9 / 20

Kategorie: Mathematik

Löse die Aufgabe unter Beachtung der Klammerregeln. Wie lautet das korrekte Ergebnis?

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10 / 20

Kategorie: Mathematik

Für eine Ersparnis von 42.500 € wurden 552,50 € ausgezahlt. Der Zinssatz (360 Tage) betrug für die Geldanlage 6,5 Prozent. Wie viele Tage war das Geld angelegt?

11 / 20

Kategorie: Logik

Welche Vorlage ergänzt sinnvoll das Muster? 

Question Image

12 / 20

Kategorie: Allgemeinwissen

Was ereignete sich 1949 in Deutschland?

13 / 20

Kategorie: Bundeswehr Wissen

Welches der aufgeführten Länder war kein Gründungsmitglied der NATO?

14 / 20

Kategorie: Allgemeinwissen

Welche Rollen drehen sich in dieselbe Richtung wie die Rolle A?

Question Image

15 / 20

Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

16 / 20

Kategorie: Allgemeinwissen

Welche Lampe leuchtet bei folgender Schalterstellung der drei Umschalter auf?

Question Image

17 / 20

Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

18 / 20

Kategorie: Allgemeinwissen

Was kann man sich unter dem Begriff "Ökosystem" genauer vorstellen?

19 / 20

Kategorie: Logik

Welches Wort ergänzt die Gleichung sinnvoll?

Winter : Schneemann = Kinderzimmer : ?

20 / 20

Kategorie: Allgemeinwissen

Welche Räder drehen sich in dieselbe Richtung wie das Rad A?

Question Image

Die Auswertung deines Testergebnisses läuft.

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Zu den Testtrainern

Themen im Beitrag

Kommando Spezialkräfte - KSK: Der Wille entscheidet!

Das Kommando Spezialkräfte, kurz KSK, ist der Kern des Spezialkräfteverbundes der Bundeswehr und wurde 1996 zur weltweiten Ausübung von Spezialeinsätzen aufgestellt. Das KSK ist für besondere Aufgaben, die von strategischen Interesse sind, zusammengestellt und ausgebildet. Die Spezialkräfte nehmen weltweit und unter allen klimatischen Bedingungen Aufträge wahr und führen Operationen kontrolliert und stets begrenzbar durch. Dabei handeln die Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr jederzeit verdeckt in einem gefährlichen Umfeld, deren Eingriff der Geheimhaltung unterliegt. Die Kommando- und Unterstützungssoldaten sind im baden-württembergischen Calw (30 km südwestlich von Stuttgart) stationiert. 

Kommando Spezialkräfte: KSK Bewerbung

Die KSK Bewerbung geht mit den höchsten Einstellungsvoraussetzungen bei der Bundeswehr einher und kann von Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaftssoldaten der Bundeswehr, unabhängig von ihrer bisherigen militärischen Laufbahn und Verwendung, eingereicht werden. Die Teilnahme am KSK Potentialfeststellungsverfahren, kurz PFV, erfolgt durch freiwillige Meldung und ist grundsätzlich an keinem Höchstalter für die Bewerber gebunden.

Auch zivile Bewerberinnen und Bewerber können sich direkt beim KSK für eine Laufbahn als Kommandofeldwebel bewerben. Hierzu werden die Bewerber im Voraus in das sogenannte Kommandofeldwebelanwärterprogramm am „Ausbildungszentrum Spezielle Operationen“ in Pfullendorf aufgenommen und absolvieren zunächst eine circa 36 monatige Ausbildung zum Fallschirmjägerfeldwebel, um am Potentialfeststellungsverfahren des KSK teilzunehmen zu können.

So bewirbst du dich beim KSK

Die KSK Bewerbung erfolgt auf dem Dienstweg über den Zugführer (ZgFhr) und Kompaniechef (KpChef), die zunächst eine Stellungnahme zum Gesuch protokollieren und den Antrag dann zum Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw) nach Köln senden. Die Bewerbung muss spätestens 8 Wochen vor Beginn an der Teilnahme am PFV beim BAPersBW eingegangen sein, damit sie sachgerecht bearbeitet werden kann. Sind die Unterlagen beim BAPers eingegangen und geprüft, erfolgt vorerst ein Schreiben aus Calw mit Einladung zu einer zweitägigen Infoveranstaltung. Die Infoveranstaltung dient hauptsächlich dem Zweck der organisatorischen Sachen etc. in Calw. Nach Eingang der Bewerbung erhalten die Bewerber/-innen noch weitere Benachrichtigungen zum weiteren Vorgehen. Weitere Informationen sind den GAIP KeNr 34-06-00 zu entnehmen.

KSK Einstieg als Soldat/-in

  • Bewerbungsbogen über KSK-Personalwerbetrupp (PWT) anfordern oder Vordruck aus GAIP KeNr 34-06-00
  • Unteroffiziere ohne Portepee und Mannschaften: Nur mit Abschluss der Laufbahnausbildung zum Fallschirmjägerfeldwebel Spezielle Operationen (24 Monate)
  • Eine Anfertigung über den Disziplinarvorgesetzten an die personalbearbeitende Stelle, eine zweite an das KSK – Leiter PWT

KSK Einstieg für zivile Bewerber/-innen

  • Teilnahme am Auswahlverfahren über das Karrierecenter 
  • Einstellung als Kommandofeldwebelanwärter
  • Ausbildung zum Fallschirmjägerfeldwebel Spezielle Operationen (36 Monate)

KSK Anforderungen

Die Soldaten der Kommando Spezialkräfte werden speziell für ihren Einsatz ausgewählt und ausgebildet – sie sind mit ihren Fähigkeiten einzigartig in der Bundeswehr. Daher müssen Bewerberinnen und Bewerber bestimmte Eigenschaften und körperliche Voraussetzungen mitbringen, die den hohen Anforderungen der KSK gerecht werden. Denn Kommandosoldaten sind Einzelkämpfer, Fallschirmspringer, Sprengstoffexperten und verfügen darüber hinaus für ihren Auftrag weitere essenzielle Spezialfähigkeiten. Wer beim Kommando Spezialkräfte eingestellt werden will, muss bestimmte Eigenschaften mit sich führen, um die hohen Anforderungen des Auswahlverfahren für die Kommandokräfte zu bestehen. Dabei sollte folgende Merkmale besonders ausgeprägt sein: 

  • körperliche Leistungsfähigkeit 
  • Teamfähigkeit
  • Lernwillig
  • psychische Belastbarkeit und Willensstärke
  • Stressresistenz
  • Verantwortungsbewusstsein und Verschwiegenheit
  • Anpassungsfähigkeit und Flexibilität 
  • Reisebereitschaft

KSK Voraussetzungen

Für die Verwendung als Kommandosoldat/-in gilt nach Abschluss der Ausbildung zum KdoSdt eine Mindestverfügbarkeit von 6 Jahren, unabhängig von der militärischen Laufbahn und Verwendung. Die KSK Bewerber benötigen bei der Anreise zum  Potentialfeststellungsverfahren (PFV) Teil 1 eine Konferenzbescheinigung mit Ermächtigung Geheim, Zutrittsberechtigung zu Sabotageschutzbereichen sowie die Zugangsberechtigung zu Kryptomitteln. Des Weiteren muss spätestens mit Bewerbungseingang unmittelbar eine Sicherheitsüberprüfung der Stufe 2-VS, sofern nicht bereits vorhanden, eingeleitet werden. Hier ist es zu empfehlen ein vorläufiges Ergebnis anzufordern und im Antrag den Hinweis auf eine geplante Verwendung im KSK anzugeben. Außerdem sind folgende Nachweise und Unterlagen mitzuführen und u. a. bei Antritt vorzulegen: 

  • Checkliste SAN – befüllt (wird mit Anforderung der Kommandierung verschickt)
  • alle Untersuchungsbefunde im Rahmen der 90/5 (Kopie)
  • Belastungs-EKG (nicht älter als 4 Wochen) 
  • Fallschirmsprungverwendungsfähigkeit (nicht älter als 4 Wochen)
  • Einzelkämpferverwendungsfähigkeit (nicht älter als 4 Wochen)
  • Verwendungsfähigkeit Fast Roping (nicht älter als 4 Wochen)
  • Sicherheitsüberprüfung Ü1 abgeschlossen, Ü2-VS eingeleitet
  • ab PFV Teil 1 Konferenzbescheinigung mitführen
  • Bestätigung der Abnahme der sportlichen Leistungen durch den Disziplinarvorgesetzten

Ansprechpartner KSK:

Division Schnelle Kräfte G1
Personalwerbetrupp KSK (PWT KSK)
Graf-Zeppelin-Straße 22
D 75365 Calw

Telefon: +49(0)7051 791-2167
E-Mail: pwtcalw@bundeswehr.org

7D-Test: Ermittlung der persönlichen Leistungsfähigkeit

In Bezug auf das KSK Auswahlverfahren können die Bewerber/-innen im Vorfeld ihre Leistungsfähigkeit mittels des 7D-Tests überprüfen. Der Sporttest besteht aus 7 Teildisziplinen, die alle wesentlichen konditionellen Merkmale einzeln überprüft und nach Berechnung der Punktsumme ein Abbild der persönlichen Leistungsfähigkeit aufzeigt. Hierbei wird in drei Leistungsgruppen C, B und A die aktuelle körperliche Leistungsfähigkeit gemessen. Je niedriger dabei die Punktsumme ist, umso höher ist die individuelle Leistungsfähigkeit zu bewerten.

Disziplin 1: 4 x 9m Pendellauf

Leistungsniveau
unter 9 s
1 Punkt
Leistungsniveau
9 - 9,9 s
3 Punkte
Leistungsniveau
länger als 10 s
5 Punkte

Disziplin 2: Standweitsprung

Leistungsniveau
mehr als 245 cm
1 Punkt
Leistungsniveau
zwischen 215 - 245 cm
3 Punkte
Leistungsniveau
weniger als 215 cm
5 Punkte

Disziplin 3: Bankdrücken (75 % des eigenen Körpergewichts)

Leistungsniveau
mehr als 20 Wdh.
1 Punkt
Leistungsniveau
10 - 20 Wdh.
3 Punkte
Leistungsniveau
weniger als 10 Wdh.
5 Punkte

Disziplin 4: Klimmzüge

Leistungsniveau
mehr als 12 Wdh.
1 Punkt
Leistungsniveau
5 - 12 Wdh.
3 Punkte
Leistungsniveau
weniger als 5 Wdh.
5 Punkte

Disziplin 5: Jump-Over-Burpees (90 Sekunden Zeitlimit)

Leistungsniveau
mehr als 20 Wdh.
1 Punkt
Leistungsniveau
12 - 20 Wdh.
3 Punkte
Leistungsniveau
weniger als 12 Wdh.
5 Punkte

Disziplin 6: 12 Minuten-Lauf

Leistungsniveau
mehr als 2.900 m
1 Punkt
Leistungsniveau
2.400 - 2.900 m
3 Punkte
Leistungsniveau
weniger als 2.400 m
5 Punkte

Disziplin 7: 10 km Dauerlauf

Leistungsniveau
unter 45 min
1 Punkt
Leistungsniveau
45 - 60 min
3 Punkte
Leistungsniveau
länger als 60 min
5 Punkte

Gesamtpunkte der Leistungstabelle

Alle erbrachten Leistungen aus den 7 Disziplinen werden summiert und ergeben eine Gesamtpunktzahl. Der erreichte Wert kann dann anhand der Leistungstabelle einer der drei Leistungsgruppen zugeordnet werden. Bei einem Punktewert zwischen 7 und 14 Punkten ist das Leistungsniveau erreicht, um das Potentialfeststellungsverfahren wie geplant in Angriff zu nehmen. Wenn die körperliche individuelle Ausgangssituation aus der Leistungsgruppe A nicht erreicht wird, sollte ggf. das Trainingsniveau angepasst und gesteigert werden. 

Leistungsgruppe A
7 bis 14 Punkte
Leistungsgruppe B
15 bis 25 Punkte
Leistungsgruppe C
26 bis 35 Punkte

KSK Einstellungstest: Potentialfeststellungsverfahren (PFV)

Der KSK Einstellungstest für angehende Kommandosoldaten besteht aus einen mehrteiligen Potentialfeststellungsverfahren (PFV). In diesem werden die Bewerber/-innen höchsten psychischen und physischen Belastungen ausgesetzt und müssen dabei unterschiedlichste Testsituationen meistern. So können die erfahrenen Ausbilder und Psychologen die Eignung eines Bewerbers systematisch feststellen und nach dem Leistungsprinzip entscheiden. Das PFV ist jeweils in zwei Teile gegliedert und wird zweimal jährlich durchgeführt – einmal im zweiten Quartal des Jahres und einmal im vierten Quartal des Jahres. Bei Kommandooffiziersanwärtern folgt im direkten Anschluss an Teil 2 des Potentialfeststellungsverfahren ein Teil 3. 

Teil 1 des PFV dauert eine Woche und beinhaltet einen Sporttest und ein psychologisches Auswahlverfahren mit CAT. Bei Bestehen des ersten Teils werden die Bewerber/-innen in einem 10-Wochen Qualifizierungsprogramm auf den Teil 2/3 vorbereitet. Teil 2 und Teil 3 finden in Calw und Umgebung statt und sind mit Abstand der herausforderndste Abschnitt des Potentialfeststellungsverfahren für die Kommandoanwärter. Hier werden körperliche sowie mentale Höchstleistungen abverlangt. Im Anschluss wird das PFV mit dem erfolgreichen Abschluss der Schießausbildung SpezlKrH und der Eröffnung der Teilnahme zur Kommandoausbildung durch den Kommandeur KSK beendet.  

Potentialfeststellungsverfahren Teil 1

Im Potentialfeststellungsverfahren Teil 1 werden neben den psychologischen und kognitiven Testverfahren, das vom Psychologischen Dienst KSK durchgeführt wird, auch die körperlichen Leistungsfähigkeiten sowie die Trainierbarkeit geprüft. Der erste Teil des PFV dient dazu potentielle Bewerberinnen und Bewerber für die Ausbildung und Verwendung als Kommandosoldat im KSK zu testen. Ziel ist es, die Grundfitness, Teamfähigkeit, Lernfähigkeit und Lernwilligkeit sowie Fallschirmsprungwilligkeit zu überprüfen.  

Testdisziplinen im PFV Teil 1

  • Psycho-Motorik-Test (PMT): koordinativer- und militärspezifischer Bewegungsparcour
  • Überwinden der standardisierten Hindernisbahn: mit Feldanzug und Helm in max. 1:40 min
  • Testbatterie zur Überprüfung der körperlichen Leistungsfähigkeit
  • Überprüfung der Fallschirmsprungwilligkeit: 12 Meter Sprungturm
  • Überprüfung der Schwimmfertigkeit: 200 m in max. 6 min

Psychologisches Testverfahren mit CAT-Test

  • CAT-Test (Adaptives Testverfahren)
  • Fragebögen
  • Persönlichkeitstest
  • Gruppensituationsverfahren (Höflichkeit und aktive Teilnahme)
  • Impulsvortrag (kurz und prägnant die Kerndaten darlegen)
  • Interview

Testbereiche des CAT-Test

Der CAT-Test ist der wichtigste Teil im psychologischen Testverfahren für KSK Anwärter/innen und muss unbedingt bestanden werden, um am weiteren Auswahlverfahren teilnehmen zu dürfen. Für eine erfolgreiche Durchführung des CAT-Test, müssen in den Testbereichen Rechtschreibung, Prozentrechnung, Flächenberechnung, Wurzelrechnen, Matrizen und Wortanalogien mind. 50 % und Gesamt mind. 70 % erreicht werden. 

Empfehlungen psychologisches Testverfahren

  • Tageszeitungen
  • Diverse Apps („Neuronation“, „Gehirnjogging“)
  • Testtrainer für CAT-Test und psychologisches Auswahlverfahren
  • Sprechübungen (Rhetorik)

Die Schwierigkeit der Übungen und Tests im Potentialfeststellungsverfahren Teil 1 besteht nicht primär in den Einzeldisziplinen, sondern in den zeitlichen Vorgaben der einzelnen Prüfungen, was die Teilnehmer zusätzlich unter eine Stresssituation stellt.
Rund ein Drittel aller Bewerber/-innen bestehen den ersten Teil des PFV nicht.
Daher wird eine optimale Vorbereitung dringendst empfohlen; beispielsweise mit dem KSK Online-Testtrainer. 

10-Wochen Qualifizierungsprogramm (10WQP)

Nach erfolgreichen bestehen des ersten Teil des Potentialfeststellungsverfahrens schließt sich das 10-Wochen-Qualifizierungsprogramm (10WQP) an. Das Programm setzt sich inhaltlich aus vier Hauptbereichen zusammen: Verbesserung der Marschleistung, sportliches Training zur Erhöhung der körperlichen Leistungsfähigkeit, Vermittlung von technisch‐taktischen und mentalen Grundfertigkeiten sowie Teamentwicklungsmaßnahmen. Die Teilnehmer werden durch die Ausbilder, bestehend aus Kommandokräften und Sportlehrer KSK, über einen Zeitraum von zehn Wochen, mental und physisch auf das Potentialfeststellungsverfahren Teil 2 vorbereitet. Des Weiteren wird innerhalb des 10WQP der 7 km Gepäcklauf mit 20 kg Zusatzlast und der SGT (Soldaten‐Grundfitness‐Tooldurchgeführt und bewertet.

10WQP: Sportliche Anforderungen

  • Ausdauerläufe
  • Schwimmausbildung
  • Zirkeltraining
  • Militärische Fitness
  • 7 km Gepäcklauf mit 20 kg in max. 52:00 min

10WQP: Ausbildung und Praxis

  • Märsche bis zu 140 km pro Woche
  • Bahn der Selbstüberwindung
  • Überwinden von Gewässern
  • Orientieren im Gelände
  • Leben im Felde

Potentialfeststellungsverfahren Teil 2

Das Potentialfeststellungsverfahren Teil 2, auch bekannt als die „Höllenwoche“, bildet die Spitze des PFV für die angehenden Kommandoanwärter und bringt die Teilnehmer an ihre körperlichen und mentalen Grenzen. Die Kombination aus körperlicher Belastung, wenig Nahrung und Schlafdefizit über mehrere Tage hinweg, kann einzig durch eine außerordentliche körperliche Leistungsfähigkeit und einen absoluten Willen bewältigt werden. Hier spielen neben einem trainierten und strapazierfähigen Körper, mit ausgesprochener Marschhärte, Grundlagenausdauer, Laktattoleranz und Kraftausdauer eine entscheidende Rolle. Dabei sollten folgende Richtwerte für die Ausdauerleistungsfähigkeit kein Problem darstellen: 

  • 7 km Gepäcklauf mit 20 kg Zusatzlast unter 45 min
  • 3.000 Meter-Lauf in unter 12 Minuten
  • Anaerobe Schwelle von 13 km/h oder höher
  • Ein 40 km-Marsch sollte keine Herausforderung darstellen
  • Eine VO²max (Sauerstoffaufnahmekapazität) von über 50 ml/min/kg

Für die Einschätzung der körperlichen und psychischen Belastbarkeit, werden die Bewerber/-innen von erfahrenen Ausbildern und Ärzten rund um die Uhr begleitet und beobachtet. In der „Höllenwoche“ müssen die Teilnehmer unter anderem mit voller Einsatzausrüstung und Gewehr Eilmärsche durch schwieriges Gelände absolvieren, sich von Steilwänden abseilen, schnelle Aufstiege von mehreren hundert Metern sowie Krankentransporte mit Baren und Lastentransporte hinter sich bringen. In den mehrtägigen Durchlageübungen bewegen sich die Soldatinnen und Soldaten im Gruppenrahmen in teilweise schwerem Höhengelände durch den Schwarzwald. 

Wer auch Teil 2 des PFV erfolgreich hinter sich bringt und als Kommandosoldat geeignet erscheint, durchläuft zunächst eine dreimonatige Grundausbildung, die gleicherweise eine weitere Probezeit darstellt. Sollte das PFV oder die Probezeit nicht bestanden werden, geht es wieder in den jeweiligen Truppenteil zurück

Empfehlungen für sportliche Ausrüstung

Abgesehen von der Sportbekleidung für jede Wetterlage, sind folgende sportliche Ausrüstungsgegenstände für die Vorbereitung zu empfehlen: 

  • Trekkingstiefel (z. B. Hanwag Yukon)
  • Wandersocken (nicht gepolstert)
  • Hirschtalgcreme
  • Puls-Uhr mit Brustgurt
  • Schlingentrainer
  • Medizinball (z. B. 5 kg)
  • Faszienrolle
  • Schwimmbrille

Vorbereitung für Grenzsituationen

Im Potentialfeststellungsverfahren KSK wird jede/r Bewerber/-in in Grenzsituationen gebracht, in denen letztendlich der Kopf über den Körper und die Leidensfähigkeit entscheiden muss. Daher ist eine langfristige Vorbereitung, physisch wie mental, unabdingbar und erhöht die Chancen hinsichtlich der extremen Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Eine professionelle Einstellung und die richtige Ausrüstung gehört ebenso dazu, wie ein abgestimmter Trainingsplan auf die individuelle Ausgangssituation. Eine versierte Vorbereitung erfordert demnach höchste Disziplin, Motivation und einen gut strukturierten Arbeits‐ bzw. Trainingsalltag.        

Der Wille Entscheidet!

Potentialfeststellungsverfahren Teil 3 (Offiziere)

Das Potentialfeststellungsverfahren Teil 3, welches drei Tage dauert, ist nur für Offiziere (m/w) vorgesehen. Hier müssen die Kommandooffizierbewerber (KdoOffzBew) vor allem ihre Führungsfähigkeiten in Extremsituationen unter Beweis stellen. Folgende Anforderungen sind im PFV Teil 3 zu meistern:  

  • Führungsfähigkeit (Anspruch und Wille)
  • Durchsetzungsvermögen
  • Taktisches Verständnis
  • geistige Flexibilität
  • Entschlossenheit

Beitrag: Kommandosoldaten trainieren wie Spitzensportler

Kaum eine Verwendung in der Truppe ist körperlich und psychisch so anspruchsvoll wie die der Kommandosoldaten. Mit einem neuen Ansatz arbeitet das Kommando Spezialkräfte in Calw daran, seine Einsatzbereitschaft langfristig zu sichern.
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