Kommando Spezialkräfte (KSK)

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Bundeswehr CAT-Test online üben

CAT-Test

Testumfang: 25 Fragen
Testkategorien: Rechtschreibung, Sprachverständnis, Mathematik, Logik, Konzentration, Wissen
Zeitlimit: 12 Minuten

1 / 25

Kategorie: Konzentration

Wie viele Flächen hat die Figur? 

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2 / 25

Kategorie: Mathematik

Welche Zahl setzt die Zahlenreihe sinnvoll fort?

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3 / 25

Kategorie: Allgemeinwissen

Welche Aussage zum Strom in einer Parallelschaltung ist korrekt?

4 / 25

Kategorie: Mathematik

Berechne die Wurzel. √324 = ?

5 / 25

Kategorie: Logik

Welche Vorlage ergänzt sinnvoll das Muster? 

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6 / 25

Kategorie: Allgemeinwissen

Welche Formel zur Berechnung des elektrischen Widerstands ist korrekt?

7 / 25

Kategorie: Logik

Welche Vorlage ergänzt sinnvoll das Muster? 

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8 / 25

Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

9 / 25

Kategorie: Logik

Welche Vorlage ergänzt sinnvoll das Muster? 

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10 / 25

Kategorie: Mathematik

Wie viel Zentimeter sind 5.000 Mikrometer?

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Kategorie: Mathematik

Bei Ratenzahlung verteuert sich der Kauf eines Autos um 1.800 €. Die Rate beträgt 7,5 %. Wie hoch ist der ursprüngliche Kaufpreis des Autos?

12 / 25

Kategorie: Logik

Welche Vorlage ergänzt sinnvoll das Muster? 

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13 / 25

Kategorie: Logik

Welches Wort passt nicht in die Reihe?

14 / 25

Kategorie: Allgemeinwissen

Wo befindet sich der Sitz des internationalen Gerichtshofes?

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Kategorie: Konzentration

Wie viele Wörter bapa sind im Text geschrieben? 

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Kategorie: Logik

Welche Vorlage ergänzt sinnvoll das Muster? 

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17 / 25

Kategorie: Allgemeinwissen

Wann ereignete sich der "Dreißigjährige Krieg"?

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Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

19 / 25

Kategorie: Bundeswehr Wissen

Welcher Staat ist kein ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats?

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Kategorie: Logik

Welche Vorlage ergänzt sinnvoll das Muster? 

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21 / 25

Kategorie: Mathematik

Wie groß ist die Mantelfläche des Zylinders?

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22 / 25

Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

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Kategorie: Konzentration

Zähle alle Buchstaben p, wenn diesem der Buchstabe b folgt. 

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24 / 25

Kategorie: Mathematik

Löse die Aufgabe unter Beachtung der Klammerregeln. Wie lautet das korrekte Ergebnis?

((35-17)x(23+8)-5x26):4=

25 / 25

Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

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KSK - Kommando Spezialkräfte: Der Wille entscheidet!

Das Kommando Spezialkräfte, kurz KSK, ist der Kern des Spezialkräfteverbundes der Bundeswehr und wurde 1996 zur weltweiten Ausübung von Spezialeinsätzen aufgestellt. Das KSK ist für besondere Aufgaben, die von strategischen Interesse sind, zusammengestellt und ausgebildet. Die Spezialkräfte nehmen weltweit und unter allen klimatischen Bedingungen Aufträge wahr und führen Operationen kontrolliert und stets begrenzbar durch. Dabei handelt das KSK der Bundeswehr jederzeit verdeckt in einem gefährlichen Umfeld, deren Eingriff der Geheimhaltung unterliegt. Die Kommando- und Unterstützungssoldaten sind im baden-württembergischen Calw (30 km südwestlich von Stuttgart) stationiert. 
Anmeldeschluss Für aktive Soldaten: Noch bis zum 21.03.2024 für das PFV im April 2024 bewerben!

Kommando Spezialkräfte Bewerbung

Die KSK Bewerbung geht mit den höchsten Einstellungsvoraussetzungen bei der Bundeswehr einher und kann von Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaftssoldaten der Bundeswehr, unabhängig von ihrer bisherigen militärischen Laufbahn und Verwendung, eingereicht werden. Die Teilnahme am KSK Potentialfeststellungsverfahren, kurz PFV, erfolgt durch freiwillige Meldung und steht grundsätzliche allen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr offen.

Die Soldaten der Kommando Spezialkräfte werden speziell für ihren Einsatz ausgewählt und ausgebildet – sie sind mit ihren Fähigkeiten einzigartig in der Bundeswehr. Daher müssen Bewerberinnen und Bewerber bestimmte Eigenschaften und körperliche Voraussetzungen mitbringen, die den hohen Anforderungen der KSK gerecht werden. Denn Kommandosoldaten sind Einzelkämpfer, Fallschirmspringer, Sprengstoffexperten und verfügen darüber hinaus für ihren Auftrag weitere essenzielle Spezialfähigkeiten. Wer beim Kommando Spezialkräfte eingestellt werden will, muss bestimmte Eigenschaften mit sich führen, um die hohen Anforderungen des Auswahlverfahrens für die Kommandokräfte zu bestehen. Dabei sollten folgende Merkmale besonders ausgeprägt und Voraussetzung sein: 

  • körperliche Leistungsfähigkeit 
  • Teamfähigkeit
  • Lernwillig
  • psychische Belastbarkeit und Willensstärke
  • Stressresistenz
  • Verantwortungsbewusstsein und Verschwiegenheit
  • Anpassungsfähigkeit und Flexibilität 
  • Reisebereitschaft

Bewerbung als Soldat beim KSK

Die Bewerbung für eine Verwendung als Kommandosoldat beim KSK erfolgt für Soldaten auf dem Dienstweg über den Zugführer (ZgFhr) und Kompaniechef (KpChef), die zunächst eine Stellungnahme zum Gesuch protokollieren und den Antrag dann zum Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw) nach Köln senden. Die Bewerbung muss spätestens 8 Wochen vor Beginn an der Teilnahme am PFV beim BAPersBW eingegangen sein, damit sie sachgerecht bearbeitet werden kann. Ist der vollständig ausgefüllte Bewerbungsbogen beim BAPers eingegangen und geprüft, erfolgt vorerst ein Schreiben aus Calw mit Einladung zu einer zweitägigen Infoveranstaltung. Die Infoveranstaltung dient hauptsächlich dem Zweck der organisatorischen Sachen in Calw. 

Nach Eingang der Bewerbung erhalten die Bewerberinnen und Bewerber noch weitere Benachrichtigungen zum weiteren Vorgehen. Weitere Informationen sind den GAIP KeNr 34-06-00 zu entnehmen.

Allgemeine Voraussetzungen für Offiziere, Unteroffiziere mit Portepee, Unteroffiziere mit Portepee und Mannschaften:

  • Bewerbungsbogen über Personaltrupp (PWT) KSK anfordern oder Mustervordruck aus GAIP 64-06-00 
  • Für Uffz/Msch: nicht älter als 32 Jahre mit Mindestdienstzeit von zwei Jahren
  • Für Feldwebel: nicht älter als 35 Jahre
  • Für Offiziere: abgeschlossene Laufbahnausbildung, Dienstgrad Leutnant bis Hauptmann (A11)
  • eine Zulassung von Stabsoffizieren und OffzMilFD ist nicht vorgesehen
  • Fallschirmsprungtauglichkeit und Fallschirmsprungwilligkeit
  • Einzelkämpfertauglichkeit, Belastungs-EKG
  • Verwendungsfähigkeit Fast Roping/Speed Rapelling
  • Ü1 abgeschlossen, Ü2 eingeleitet

Voraussetzung für KSK Bewerbende ist bei der Anreise zum Potentialfeststellungsverfahren eine Konferenzbescheinigung mit Ermächtigung Geheim, Zutrittsberechtigung zu Sabotageschutzbereichen sowie die Zugangsberechtigung zu Kryptomitteln vorzuweisen. Des Weiteren muss spätestens mit Bewerbungseingang unmittelbar eine Sicherheitsüberprüfung der Stufe 2-VS, sofern nicht bereits vorhanden, eingeleitet werden. Hier ist es zu empfehlen ein vorläufiges Ergebnis anzufordern und im Antrag den Hinweis auf eine geplante Verwendung im KSK anzugeben. Außerdem sind folgende Nachweise und Unterlagen mitzuführen und u. a. bei Antritt vorzulegen: 

  • Checkliste SAN – befüllt (wird mit Anforderung der Kommandierung verschickt)
  • alle Untersuchungsbefunde im Rahmen der 90/5 (Kopie)
  • Belastungs-EKG (nicht älter als 4 Wochen) 
  • Fallschirmsprungverwendungsfähigkeit (nicht älter als 4 Wochen)
  • Einzelkämpferverwendungsfähigkeit (nicht älter als 4 Wochen)
  • Verwendungsfähigkeit Fast Roping (nicht älter als 4 Wochen)
  • Sicherheitsüberprüfung Ü1 abgeschlossen, Ü2-VS eingeleitet
  • ab PFV Phase 1 Konferenzbescheinigung mitführen
  • Bestätigung der Abnahme der sportlichen Leistungen durch den Disziplinarvorgesetzten

Ansprechpartner KSK:

Division Schnelle Kräfte G1
Personalwerbetrupp (PWT KSK)
Graf-Zeppelin-Straße 22
D 75365 Calw

Telefon: +49(0)7051 791-2167
E-Mail: pwtcalw@bundeswehr.org

Einstieg für zivile Bewerbende

Als Zivilist ist eine Bewerbung beim KSK nicht möglich. Der Einstieg erfolgt zunächst über die Laufbahnen der Bundeswehr für Mannschaften, Unteroffiziere oder Offiziere. 

  • Grundsätzlich kann die Bewerbung zum KSK aus allen Bereichen erfolgen. Die Bundeswehr empfehlt jedoch eine Vorverwendung in der Infanterie (Heer)
  • Teilnahme am Auswahlverfahren über das Karrierecenter 
  • Je nach Laufbahn ist eine Bewerbung möglich: Als Mannschaftssoldat nach zwei Jahren Vordienstzeit, Unteroffiziere mit und ohne Portepee sowie Offiziere nach Abschluss der Laufbahnausbildung (ca. drei bis sieben Jahre)
  • Bewerbung beim PWT KSK: Teilnahme am Potentialfeststellungsverfahren KSK
  • Nach Bestehen des Schießlehrgangs KSK: Versetzung ins KSK und Beginn der zweijährigen Kommandoausbildung
  • Nach erfolgreichem Abschluss der Basisausbildung zum Kommandosoldat; Mindestverwendungsdauer von 6 Jahren im KSK

Der neue KSK Einstellungstest

Der KSK Einstellungstest für angehende Kommandosoldaten wurde 2023 umstrukturiert und besteht aus einen mehrteiligen Potentialfeststellungsverfahren (PFV). In diesem werden die Teilnehmenden höchsten psychischen und physischen Belastungen ausgesetzt und müssen dabei unterschiedlichste Testsituationen meistern. So können die erfahrenen Ausbilder und Psychologen die Eignung der Bewerberinnen und Bewerber systematisch feststellen und nach dem Leistungsprinzip entscheiden. Das PFV ist jeweils in zwei Phasen gegliedert und wird zweimal jährlich durchgeführt – im April und Oktober. Der Bewerbende hat also die Möglichkeit, den Zeitpunkt seiner Teilnahme so festzulegen, dass er sich bestmöglich darauf vorbereiten kann. Bei Kommandooffiziersanwärtern folgt im direkten Anschluss an Phase 2 des Potentialfeststellungsverfahren eine Phase 3. 

Neustrukturierung mit Rangliste im KSK Auswahlverfahren

Die Anforderungen an das KSK haben sich im Laufe des fast drei jahrzehntelangen Bestehens gewandelt. Demzufolge wurde auch das Auswahlverfahren der Kommando Spezialkräfte neu strukturiert und den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Früher gliederte sich das Auswahlverfahren in zwei Teile: Das Potentialfeststellungsverfahren Teil 1, ein zehnwöchiges Vorbereitungsprogramm und das PFV Teil 2, auch als „Höllenwoche“ bekannt. Diese Woche umfasste einen über 100 Kilometer langen Marsch durch den Schwarzwald, geprägt von ständiger Belastung und minimalem Schlaf. Diese frühere Struktur wurde jedoch mit der Einführung eines neuen Auswahlverfahrens abgelöst. Das zehnwöchige Programm existiert nicht mehr, und die Soldaten sind nun selbst für ihre Vorbereitung verantwortlich. Ebenso hat sich die bekannte Höllenwoche in ihrer ursprünglichen Form verändert und ist nicht mehr Teil des aktuellen Auswahlprozesses. Das neue Auswahlverfahren konzentriert sich auf individuelle Tests, um die Leistungsfähigkeit der Soldaten genau zu bewerten und gleichzeitig das Verstecken ungeeigneter Bewerber in der Gruppe zu verhindern. Dadurch wird Leistung belohnt und Fehlverhalten vermieden.

Im überarbeiteten Auswahlprozess des Kommando Spezialkräfte wird das Auswahlverfahren in zwei Abschnitte unterteilt, ähnlich dem früheren System. Ein wesentlicher Unterschied zum herkömmlichen Verfahren ist die stärkere Betonung der kognitiven Fähigkeiten und der individuellen Leistung jedes Bewerbers. In diesem Kontext wird eine Art Rangliste basierend auf der Leistung in verschiedenen Disziplinen und Tests erstellt, um die besten Kandidaten zu ermitteln. Ein weiterer Aspekt, der zur Intensität des Auswahlprozesses beiträgt, ist die unbekannte Anzahl an verfügbaren Stellen. Dies bedeutet, dass selbst Bewerbende, die alle Tests erfolgreich absolvieren, möglicherweise keine Stelle und somit keine Ausbildung erhalten und daher das Verfahren wiederholen müssen.

Potentialfeststellungsverfahren Phase 1

Im Potentialfeststellungsverfahren Phase 1 werden neben psychologischen Auswahltests auch körperliche Leistungstests durchgeführt sowie die Trainierbarkeit geprüft. Dabei werden für Offiziere stärkere Maßstäbe an die kognitive Leistung bei Computertests angelegt als für Mannschaftssoldaten und Unteroffiziere. Die erste Phase des PFV erstreckt sich über eine Woche und testet potentielle Bewerberinnen und Bewerber für die Ausbildung und Verwendung als Kommandosoldat im KSK. Ziel ist es in Phase 1, die kognitive Eignung sowie die Grundfitness, Teamfähigkeit, Lernfähigkeit und Lernwilligkeit der Soldatinnen und Soldaten zu überprüfen. Der psychologische Dienst des KSK führt diese Tests durch. Nur Bewerbende, die das Potenzial haben, zu den Besten zu gehören, kommen in die nächste Phase.

CAT-Test und psychologische Auswahltests

Kognitive Anforderungen in Phase1:

  • CAT-Test (Computer Assisted Testing)
  • Fragebögen
  • Persönlichkeitstest
  • Gruppensituationsverfahren (GSV)
  • Impulsvortrag
  • Psychologisches Gespräch

Überprüfung der körperlichen Leistungsfähigkeit

Die Mindestanforderungen in Phase 1 des Auswahlverfahrens sind nun höher als in der Vergangenheit. Diese Anforderungen basieren auf statistischen Daten, um sicherzustellen, dass Bewerbende, die Phase 1 erfolgreich abschließen, eine realistische Chance haben, auch die nachfolgenden Phasen zu meistern. Es gibt jedoch keine Garantie für das Weiterkommen; Der Fortschritt eines Bewerbers hängt von dessen weiteren Leistungen ab.

Körperliche Mindestanforderungen in Phase1:

  • 5 x 1000 Meter Intervalllauf mit 3 Minuten Pause (maximale Dauer 4:30 Minuten, dann 4:20, 4:10, 4:00 und 3:50;
    das bedeutet: In der 5. Runde muss der Bewerber am schnellsten laufen.)
  • Psycho-Motorik-Test (PMT): Hallenhindernisparcours mit anspruchsvollen koordinativen Aufgaben, dabei Verwundetentransport
  • 7 Klimmzüge im Ristgriff (ausgehängt)
  • Bauchaufzüge (SitUp) mind. 20 in 30 Sekunden
  • Liegestütze (Hand Release Push Ups) mind. 22 in 30 Sekunden
  • Nahkampf 2 Minuten Sparring
  • Schwimmen 200 Meter im Kampfanzug in max. 7:30 Minuten und Entkleidung im Wasser
  • Marsch 20 Kilometer in durchschnittenem Gelände mit 20 Kilogramm Gepäck in max. 3,5 Stunden

10-Wochen Qualifizierungsprogramm (10WQP)

Nach erfolgreichen bestehen des ersten Teil des Potentialfeststellungsverfahrens schließt sich das 10-Wochen-Qualifizierungsprogramm (10WQP) an. Das Programm setzt sich inhaltlich aus vier Hauptbereichen zusammen: Verbesserung der Marschleistung, sportliches Training zur Erhöhung der körperlichen Leistungsfähigkeit, Vermittlung von technisch‐taktischen und mentalen Grundfertigkeiten sowie Teamentwicklungsmaßnahmen. Die Teilnehmer werden durch die Ausbilder, bestehend aus Kommandokräften und Sportlehrer KSK, über einen Zeitraum von zehn Wochen, mental und physisch auf das Potentialfeststellungsverfahren Teil 2 vorbereitet. Des Weiteren wird innerhalb des 10WQP der 7 km Gepäcklauf mit 20 kg Zusatzlast und der SGT (Soldaten‐Grundfitness‐Tooldurchgeführt und bewertet.

Potentialfeststellungsverfahren Phase 2

Das Potentialfeststellungsverfahren Phase 2 (ehemals „Höllenwoche“) bildet die Spitze des PFV für die angehenden Kommandoanwärter und bringt die Soldatinnen und Soldaten an ihre physischen sowie mentalen Grenzen. Die Kombination aus körperlicher Belastung, wenig Nahrung und Schlafdefizit über mehrere Tage hinweg, kann einzig durch eine außerordentliche körperliche Leistungsfähigkeit und einen absoluten Willen bewältigt werden. Hier spielen neben einem trainierten und strapazierfähigen Körper, mit ausgesprochener Marschhärte, Grundlagenausdauer, Laktattoleranz und Kraftausdauer eine entscheidende Rolle. Dabei sollten folgende Richtwerte für die Ausdauerleistungsfähigkeit kein Problem darstellen: 

  • 7 km Gepäcklauf mit 20 kg Zusatzlast unter 45 min
  • 3.000 Meter-Lauf in unter 12 Minuten
  • Anaerobe Schwelle von 13 km/h oder höher
  • Ein 40 km-Marsch sollte keine Herausforderung darstellen
  • Eine VO²max (Sauerstoffaufnahmekapazität) von über 50 ml/min/kg

Ablauf der Phase 2 im Potentialfeststellungsverfahren

Für die Einschätzung der physischen und psychischen Belastbarkeit müssen die Soldatinnen und Soldaten (immer unter Beobachtung von erfahrenen Ausbildern und Ärzten) in der zweiten Phase des PFV unter hoher körperlicher Belastung, Schlafentzug und ständigen Wettbewerb, unterschiedlichste Stationen und Tests, verteilt über eine Woche, durchlaufen – ohne die Mindestanforderungen zu kennen. Eine wesentliche Neuerung – im Gegensatz zum alten PFV Teil 2 „Höllenwoche“ – ist, dass der Schwerpunkt im PFV Phase 2 jetzt darin liegt, dass körperliche Belastung und kognitive bzw. psychologische Tests im Wechsel agieren. Bedeutet, dass die Soldatinnen und Soldaten direkt nach einer körperlichen Belastung, wie beispielsweise einem Eilmarsch oder einem 5.000 m Geländelauf, psychologische Tests unter Vorbelastung absolvieren müssen. Insgesamt zeichnet sich das neue Auswahlverfahren der Kommando Spezialkräfte durch Belastung und immer wiederkehrende Phasen der Überprüfung von kognitiven Fähigkeiten und psychologischen Tests aus. Dies sollte unbedingt in der Vorbereitung und den Trainingsphasen berücksichtigt werden.

Vorbereitung auf Phase 2

Im KSK Auswahlverfahren wird jede Bewerberin und jeder Bewerber in Grenzsituationen gebracht, in denen letztendlich der Kopf über den Körper und die Leidensfähigkeit entscheiden muss. Daher ist eine langfristige Vorbereitung, physisch wie mental, unabdingbar und erhöht die Chancen hinsichtlich der extremen Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Eine professionelle Einstellung und die richtige Ausrüstung gehört ebenso dazu, wie ein abgestimmter Trainingsplan auf die individuelle Ausgangssituation. Eine versierte Vorbereitung erfordert demnach höchste Disziplin, Motivation und einen gut strukturierten Arbeits‐ bzw. Trainingsalltag. Der Wille entscheidet!        

Persönliche Leistungsfähigkeit mit dem 7D-Test ermitteln

In Bezug auf das KSK Auswahlverfahren können die Bewerbenden im Vorfeld ihre Leistungsfähigkeit mittels des 7D-Tests überprüfen. Der Sporttest besteht aus 7 Teildisziplinen, die alle wesentlichen konditionellen Merkmale einzeln überprüft und nach Berechnung der Punktsumme ein Abbild der persönlichen Leistungsfähigkeit aufzeigt. Hierbei wird in drei Leistungsgruppen C, B und A die aktuelle körperliche Leistungsfähigkeit gemessen. Je niedriger dabei die Punktsumme ist, umso höher ist die individuelle Leistungsfähigkeit zu bewerten.

Das Durchführen oder „Bestehen“ des 7D-Tests ist keine Voraussetzung für Bewerbende, um am KSK Potentialfeststellungsverfahren teilnehmen zu können. Der 7D-Test dient lediglich zur Orientierung, um im Vorfeld auf das PFV Teil 1 seine eigene körperliche Leistungsfähigkeit einschätzen zu können. Die sportliche Leistungsfeststellung setzt sich aus den folgenden 7 Disziplinen zusammen.

  • Leistungsniveau A: unter 9 Sek. = 1 Punkt
  • Leistungsniveau B: 9 bis 9,9 Sek. = 3 Punkte
  • Leistungsniveau C: länger als 10 Sek. = 5 Punkte
  • Leistungsniveau A: mehr als 245 cm = 1 Punkt
  • Leistungsniveau B: zwischen 215 bis 245 cm = 3 Punkte
  • Leistungsniveau C: weniger als 215 cm = 5 Punkte
  • Leistungsniveau A: mehr als 20 Wdh. = 1 Punkt
  • Leistungsniveau B: 10 bis 20 Wdh. = 3 Punkte
  • Leistungsniveau C: weniger als 10 Wdh. = 5 Punkte
  • Leistungsniveau A: mehr als 12 Wdh. = 1 Punkt
  • Leistungsniveau B: 5 bis 12 Wdh. = 3 Punkte
  • Leistungsniveau C: weniger als 5 Wdh. = 5 Punkte
  • Leistungsniveau A: mehr als 20 Wdh. = 1 Punkt
  • Leistungsniveau B: 12 bis 20 Wdh. = 3 Punkte
  • Leistungsniveau C: weniger als 12 Wdh. = 5 Punkte
  • Leistungsniveau A: mehr als 2.900 Meter = 1 Punkt
  • Leistungsniveau B: 2.400 bis 2.900 Meter = 3 Punkte
  • Leistungsniveau C: weniger als 2.400 Meter = 5 Punkte
  • Leistungsniveau A: unter 2:30 Minuten = 1 Punkt
  • Leistungsniveau B: 2:30 bis 3:30 Minuten = 3 Punkte
  • Leistungsniveau C: länger als 3:30 Minuten = 5 Punkte

Gesamtpunkte der Leistungstabelle

Alle erbrachten Leistungen aus den 7 Disziplinen werden summiert und ergeben eine Gesamtpunktzahl. Der erreichte Wert kann dann anhand der Leistungstabelle einer der drei Leistungsgruppen zugeordnet werden. Bei einem Punktewert zwischen 7 und 14 Punkten ist das Leistungsniveau erreicht, um das Potentialfeststellungsverfahren wie geplant in Angriff zu nehmen. Wenn die körperliche individuelle Ausgangssituation aus der Leistungsgruppe A nicht erreicht wird, sollte ggf. das Trainingsniveau angepasst und gesteigert werden. 

Vorbereitung psychologisches Testverfahren

  • Diverse Apps („Neuronation“, „Gehirnjogging“)
  • Testtrainer für CAT-Test und psychologisches Auswahlverfahren
  • Sprechübungen (Rhetorik)

Empfehlungen für sportliche Ausrüstung

Abgesehen von der Sportbekleidung für jede Wetterlage, sind folgende sportliche Ausrüstungsgegenstände für die Vorbereitung zu empfehlen: 

  • Puls-Uhr mit Brustgurt (z. B. Polar, Garmin, Suunto)
  • Zwei Paar unterschiedliche Laufschuhe (z. B. mit unterschiedlichem Profil)
  • Schlingentrainer (z. B. TRX)
  • Faszienrolle (z. B. Blackroll)
  • Medizinball (z. B. 5 kg aus Kunststoff)
  • Schwimmbrille

Potentialfeststellungsverfahren Teil 3 (Offiziere)

Das Potentialfeststellungsverfahren Teil 3, welches drei Tage dauert, ist nur für Offiziere vorgesehen. Hier müssen die Kommandooffizierbewerber (KdoOffzBew) vor allem ihre Führungsfähigkeiten in Extremsituationen unter Beweis stellen. Folgende Anforderungen sind im PFV Teil 3 zu meistern:  

  • Führungsfähigkeit (Anspruch und Wille)
  • Durchsetzungsvermögen
  • Taktisches Verständnis
  • geistige Flexibilität
  • Entschlossenheit
Empfohlener Beitrag: "Der Wille entscheidet" - Kommandosoldaten trainieren wie Spitzensportler

Kaum eine Verwendung in der Truppe ist körperlich und psychisch so anspruchsvoll wie die der Kommandosoldaten. Mit einem neuen Ansatz arbeitet das Kommando Spezialkräfte in Calw daran, seine Einsatzbereitschaft langfristig zu sichern. Hier weiterlesen

KSK Ausbildng zum Kommandosoldaten

Die anspruchsvolle zweijährige Basisausbildung im KSK umfasst zahlreiche Lehrgänge in verschiedenen Ländern. Die Kommandosoldaten erlernen dabei unter anderem Schießtechniken auf höchstem Niveau, taktische Versorgung von Wunden während einer mehrwöchigen Sanitätsausbildung, Umgang mit verschiedenen Sprengstoffen und spezielle Taktiken für arktische Klimazonen in Nordamerika bei Temperaturen bis zu minus 40 Grad Celsius. Zusätzlich werden Techniken wie Abseilen aus Hubschraubern und schnelles Anlanden trainiert, und es gibt einen umfangreichen Lehrgang für Vorgehensweisen in städtischen Umgebungen, einschließlich Gebäudestürmungen und Geiselrettungen. Nach erfolgreicher Absolvierung aller Module und einer Abschlussübung erwartet die Absolventen eine feierliche Zeremonie, bei der der Kommandeur des KSK das Kommandoabzeichen anbringt. Ab diesem Zeitpunkt gehörten die Absolventen zu den besten ihres Fachs, was ein hohes Maß an Selbstdisziplin und intrinsischer Motivation erforderte.

Ausbildungsinhalte:

  • Ausbildung im Kommandokampf
  • Fallschirmspringen, Nahkampf, Reaktionsschießen, Sprengen etc.
  • Ausbildung an verschiedenartigen Fahrzeugmustern der Spezialkräfte
  • Sanitätsausbildung der Spezialkräfte
  • Überleben in extremen Klimazonen

Spezialisierung:

  • Spezialisierung auf eine Verbringungsart oder einen Einsatzraum: Land, Luft, Wasser oder Hochgebirge und in den Klimazonen Wüste, Dschungel, Arktis
  • individuelle Spezialisierung als: Waffen-, Pionier-, Fernmelde- oder Sanitätsspezialist

Für die Verwendung als Kommandosoldat gilt nach Abschluss der Ausbildung zum KdoSdt eine Mindestverfügbarkeit von 6 Jahren, unabhängig von der militärischen Laufbahn und Verwendung.

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Testvorbereitung

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