Bundeswehr Lexikon

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Bundeswehr CAT-Test online üben

CAT-Test

Testumfang: 25 Fragen
Testkategorien: Rechtschreibung, Sprachverständnis, Mathematik, Logik, Konzentration, Wissen
Zeitlimit: 12 Minuten

HINWEIS: Schließe den Übungstest mit mindestens 50 % ab und erhalte einen Gutschein für 10 % Nachlass auf alle Kurse!

1 / 25

Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

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Kategorie: Allgemeinwissen

Wo befindet sich der Sitz des internationalen Gerichtshofes?

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Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

4 / 25

Kategorie: Konzentration

Zähle alle Buchstaben b mit 2 Strichen. 

Question Image

5 / 25

Kategorie: Mathematik

Berechne die Kubikwurzel. ³√125 = ? 

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Kategorie: Mathematik

Welche Zahl setzt die Zahlenreihe sinnvoll fort?

Question Image

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Kategorie: Allgemeinwissen

Was wurde vom Mediziner Alexander Fleming nur durch einen Zufall entdeckt?

8 / 25

Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

9 / 25

Kategorie: Logik

Welches Wort ergänzt die Gleichung sinnvoll?

Tee : Alkohol = Medizin : ?

10 / 25

Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

11 / 25

Kategorie: Logik

Welche Vorlage ergänzt sinnvoll das Muster? 

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12 / 25

Kategorie: Allgemeinwissen

Welche Aussage zum Strom in einer Parallelschaltung ist korrekt?

13 / 25

Kategorie: Allgemeinwissen

Was wird mit dem Begriff „Reichspogromnacht“ verbunden?

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Kategorie: Allgemeinwissen

Wann ereignete sich der "Dreißigjährige Krieg"?

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Kategorie: Allgemeinwissen

Welche Räder drehen sich in dieselbe Richtung wie das Rad A?

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Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

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Kategorie: Mathematik

Familie Krüger möchte ihr Wohnzimmer neu streichen. Mit 5 Liter superweiß aus dem Baumarkt können 40 m² Fläche gestrichen werden. Wie viel Liter Farbe benötigt Familie Krüger, wenn das Wohnzimmer 6 Meter breit, 8 Meter lang und 3 Meter hoch ist?  

18 / 25

Kategorie: Logik

Welches Wort passt nicht in die Reihe?

19 / 25

Kategorie: Konzentration

Welcher Würfel passt zur Abbildung?

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Kategorie: Konzentration

Zähle alle Buchstaben p mit 2 Strichen. 

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21 / 25

Kategorie: Mathematik

Wie viel Kilogramm sind 345 Milligramm?

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Kategorie: Logik

Welches Wort ergänzt die Gleichung sinnvoll?

Klimawandel : Sonne = Erderwärmung : ?

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Kategorie: Deutsch

Welches Wort ist korrekt geschrieben?

24 / 25

Kategorie: Logik

Welches Wort passt nicht in die Reihe?

25 / 25

Kategorie: Logik

Welche Vorlage ergänzt sinnvoll das Muster? 

Question Image

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Bundeswehr Lexikon

Die Bundeswehr ist nicht nur Deutschlands militärische Verteidigungsinstanz, sondern auch ein Komplex aus Traditionen, Fachbegriffen und Strukturen, der sich über mehrere Jahrzehnte entwickelt hat. Für Einsteiger, Interessierte und Selbst für langjährige Veteranen kann dieser Mikrokosmos oft verwirrend sein. Genau hier kommt unser „Bundeswehr Lexikon“ ins Spiel. Das Bundeswehr-Lexikon soll als Brücke dienen – zwischen komplexen militärischen Begrifflichkeiten und der Allgemeinheit. Hier wirst du nicht nur detaillierte Erklärungen zu spezifischen Begriffen finden, sondern auch historische Kontexte, die das Verständnis vertiefen und bereichern.

Glossar

Ein Lexikon lebt von der Vollständigkeit seiner Einträge. Im Bereich der Bundeswehr gibt es unzählige Begriffe, von Abzeichen über Ränge bis hin zu speziellen militärischen Operationen. In unserem Bundeswehr Lexikon erklären wir dir die gebräuchlichsten militärischen Begriffe und Bezeichnungen, die du für deinen Start in die Grundausbildung aber auch für den täglichen Dienst wissen musst.

0815

Im allgemeinen deutschen Sprachgebrauch wird der Begriff „0815“ oftmals mit einem negativen langweiligen Beiklang assoziiert. Aber woher kommt diese Redewendung?

Tatsächlich liegt der Ursprung dieser Redewendung im Ersten Weltkrieg. Hier kam ein Maschinengewehr zum Einsatz, welches den Namen „0-8-15“ trug. Dieses war relativ trainingsintensiv und forderte von den Soldaten ständiges drillmäßiges Training an der Waffe. Da diese Trainingseinheiten sehr schnell monoton und langweilig wurden erhielt das Maschinengewehr, besser gesagt der Name „0-8-15“ oder „08/15“ den heute bekannten „Beigeschmack“.

A

ABC-Kampfmittel bezeichnet in der militärischen Terminologie die Klasse von Waffen, die auf Atomaren (A), biologischen (B) oder chemischen (C) Mitteln basieren. Diese Kampfmittel stellen eine besondere Bedrohung dar, da sie potenziell eine große Anzahl von Menschen schädigen können, oft auf Weisen, die für das bloße Auge nicht erkennbar sind. Das Erkennen, Abwehren und Bekämpfen dieser Gefahren gehört zu den spezialisierten Fähigkeiten innerhalb der Bundeswehr und anderer Streitkräfte weltweit.

In der Bundeswehr spielen Abkürzungen eine zentrale Rolle im täglichen Dienst, insbesondere um die Korrespondenz zu straffen, Dokumente zu vereinfachen und Zeit zu optimieren. Derzeit gibt es in der Bundeswehr über 10.000 solcher Abkürzungen, die in der Datenbank für Abkürzungen der Bundeswehr (DBAbkBw) verzeichnet sind. Nachfolgend findest du eine Auswahl der essenziellsten Abkürzungen, die im Alltag unverzichtbar sind und den Einstieg in die Grundausbildung erleichtern.

In der Deutschen Marine der Bundeswehr stellt der Admiral den höchsten Dienstgrad dar und gehört zur Dienstgradgruppe der Generale. In der Marine heißt die Dienstgradgruppe der Admirale auch Flaggoffiziere (Flaggoffiziersrang), da Admirale zum Führen einer eigenen Kommandoflagge berechtigt sind. Der Begriff „Flaggschiff“ stammt daher. Die Rangfolge der Flaggoffiziere in der Deutschen Marine beginnt mit dem Flottillenadmiral, gefolgt vom Konteradmiral und Vizeadmiral, bis hin zum Admiral an der Spitze. Jeder dieser Bereiche hat sein eigenes spezifisches Abzeichen, das auf der Uniform getragen wird. Im Sanitätsdienst der Marine werden die entsprechenden Dienstgrade als Admiralarzt, Admiralapotheker, Admiralstabsarzt und Admiraloberstabsarzt bezeichnet.

Ein Admiral in der Bundeswehr kann beispielsweise wichtige Entscheidungen in Bezug auf Marineoperationen, Strategie, Personal und Ausrüstung treffen und ist oft für die Führung und das Wohlergehen von Tausenden von Seeleuten verantwortlich. Es handelt sich um eine Position, die nach jahrelanger Diensterfahrung und nachweislichem Führungstalent erreicht wird.

In der Grundausbildung (GA) – bis Ende 2011 Allgemeine Grundausbildung, kurz AGA, wird dir das Basiswissen für das Leben in der militärischen Gemeinschaft sowie essentielle Ausbildungsinhalte vermittelt. Die in der GA vermittelten Inhalte muss jede Soldatin und jeder Soldat, unabhängig von seiner späteren Verwendung, beherrschen. Die Grundausbildung umfasst fünf Themengebiete:

  1. Soldatische Grundfertigkeiten für den Einsatz
  2. Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Robustheit
  3. Waffen-, Schieß- und Wachausbildung
  4. Grundlagen des Sanitätsdienstes
  5. Innere Führung, Recht und soldatische Ordnung

Ein Appell innerhalb der Bundeswehr ist eine formelle Zusammenkunft von Soldatinnen und Soldaten und dient verschiedenen Zwecken, etwa der Überprüfung der Anwesenheit, der Weitergabe von Befehlen oder Informationen, bis hin zu feierlichen Zeremonien mit hohen militärischen oder politischen Würdenträgern. Innerhalb der Bundeswehr hat der Appell eine lange Tradition und stellt einen wichtigen Bestandteil des militärischen Alltags und der Disziplin dar. Bei der Marine wird der Appell Musterung genannt

Die Ausbildungs- und Tätigkeitsnummer, kurz ATN, ist innerhalb der Bundeswehr ein spezifischer Code, der Soldatinnen und Soldaten zugewiesen wird, sobald sie eine bestimmte Ausbildung oder Qualifikation durch einen Lehrgang abgeschlossen haben. Diese Nummer dient dazu, die Fähigkeiten und Qualifikationen eines Soldaten exakt zu identifizieren und zu dokumentieren. So kann die Bundeswehr sicherstellen, dass für bestimmte Aufgaben oder Einsätze genau die richtigen Personen mit den erforderlichen Kenntnissen und Fähigkeiten eingesetzt werden. Die ATN ist somit ein wesentliches Instrument für die Personalverwaltung und -planung in der Bundeswehr. Es ermöglicht eine klare Zuordnung von Qualifikationen zu jedem einzelnen Mitglied der Streitkräfte.

In der Bundeswehr bezeichnet Aufklärung die systematische Sammlung, Auswertung und Weitergabe von Informationen über potenzielle Gegner oder das Operationsgebiet. Dabei kann es sich sowohl um Informationen über feindliche Truppen, ihre Stärken, Positionen und Ausrüstung handeln, als auch um Daten über das Operationsfeld, einschließlich Geländebeschaffenheit, Wetterbedingungen und andere taktisch relevante Aspekte. Die gewonnenen Erkenntnisse sind wesentlich für die Planung und Durchführung militärischer Operationen, da sie den Entscheidungsträgern einen fundierten Überblick über die aktuelle Lage verschaffen und potenzielle Risiken und Chancen aufzeigen. In der Bundeswehr kommen spezielle spezialisierte Einheiten und moderne Technologien, wie Drohnen, Radarsysteme und Satellitentechnik, zum Einsatz.

Die Auftragstaktik ist ein zentrales Führungsprinzip in der Bundeswehr, das sich deutlich von der klassischen Befehlstaktik abgrenzt. Häufig als „Führen mit Auftrag“ bezeichnet, legt diese Methode den Fokus darauf, den Soldatinnen und Soldaten ein klares Ziel sowie die notwendigen Ressourcen für seine Erreichung bereitzustellen. Anstatt detaillierte Schritte vorzugeben, bietet die Auftragstaktik den Truppen einen Rahmen, innerhalb dessen sie autonom entscheiden und handeln können. Dieser Rahmen kann durch verschiedene Faktoren wie rechtliche Bedingungen, geografische Gegebenheiten oder zeitliche Begrenzungen begrenzt sein. Das übergeordnete Ziel dieser Taktik ist es, eine höhere Anpassungsfähigkeit an dynamische und unerwartete Situationen im Einsatz zu gewährleisten. Während dies den Vorteil einer größeren Flexibilität und Reaktionsfähigkeit auf dem Schlachtfeld bietet, bedeutet es für Führungspersonen auch, dass sie einen gewissen Grad an Kontrolle und Mikromanagement aufgeben müssen. Es stärkt das Vertrauen in die Entscheidungskompetenz und das Urteilsvermögen der einzelnen Soldatinnen und Soldaten.

Das „Auf- und Absitzen“ bezeichnet in der militärischen Terminologie den Vorgang des Ein- und Aussteigens in bzw. aus einem Fahrzeug, sei es ein Landfahrzeug oder ein Luftfahrzeug. In der Bundeswehr wird dieser Begriff verwendet, um den geordneten und strukturierten Prozess des Betretens oder Verlassens eines Transportmittels in einem Einsatz oder während einer Übung zu kennzeichnen. Es handelt sich nicht nur um eine physische Handlung, sondern kann auch bestimmte protokollarische oder sicherheitsrelevante Schritte umfassen, insbesondere in Kampfsituationen oder bei der Verwendung spezieller Ausrüstung. Das korrekte „Auf- und Absitzen“ kann für die Sicherheit der Soldatinnen und Soldaten von entscheidender Bedeutung sein und ist daher oft Teil der Grundausbildung und wiederholten Trainings.

B

Das Barett ist seit 1971 ein fester Bestandteil der Bundeswehruniform und dient nicht nur als Kopfbedeckung, sondern auch als Erkennungsmerkmal. Obwohl es vorrangig von Angehörigen des Heeres getragen wird, nutzen auch einige Spezialbereiche der Luftwaffe und Marine dieses Accessoire. Die Farbgebung des Baretts sowie das darauf befestigte Metallabzeichen geben Aufschluss über die Zugehörigkeit des Trägers zu einem bestimmten Verband oder einer spezifischen Einheit innerhalb der Bundeswehr. So trägt jedes Barett nicht nur zur Uniformität bei, sondern erzählt auch eine Geschichte über den Dienst und die Rolle des Soldaten innerhalb der Streitkräfte.

Das Barettabzeichen ist ein markantes Erkennungszeichen, das auf der linken Seite des Baretts angebracht ist. Es symbolisiert die Zugehörigkeit des Soldaten zu einer speziellen Truppengattung oder einem internationalen Großverband. Diese Abzeichen sind nicht nur dekorativ, sondern tragen auch eine tiefgreifende Bedeutung in Bezug auf die Rolle und die Funktion des Soldaten innerhalb der Bundeswehr. Zum Beispiel zeigt das Barettabzeichen der Panzergrenadiere – ein Schützenpanzer mit zwei gekreuzten Karabinern, umrahmt von einem Eichenkranz und der deutschen Flagge – die spezifische Funktion und den Stolz dieser Truppengattung. Es dient nicht nur der Unterscheidung, sondern auch der Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls innerhalb der Einheit.

Die Barettfarben in der Bundeswehr sind weit mehr als nur ein modisches Statement. Sie sind ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal, das die Identifikation und Kategorisierung der Truppengattungen und Verwendungsreihen ermöglicht. Infanteristen, darunter Jäger und Panzergrenadiere, tragen grüne Baretts. Fallschirmjäger, das Kommando Spezialkräfte (KSK) und die Heeresflieger sind durch ihre bordeauxroten Baretts erkennbar. Schwarz ist die Farbe der Panzertruppen, einschließlich der Aufklärer. Eine Vielzahl von kampfunterstützenden Gattungen, zu denen Artillerie, Flugabwehr, Pioniere, ABC-Abwehr, Operative Informationen, Nachschub, Feldjäger und Fernmelder gehören, tragen korallenrote Baretts. Offizieranwärter zeigen stattdessen ihre Zugehörigkeit durch marineblaue Baretts, eine Farbe, die auch von den Objektschützern der Luftwaffe oder den Marineschutzkräften getragen wird. Jede Barettfarbe gibt einen schnellen Hinweis auf die Zugehörigkeit des Soldaten zu einer bestimmten Truppengattung oder Verwendungsreihe und fördert das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der jeweiligen Einheit.

Die Zugehörigkeit ist erkennbar anhand folgender Farben:

Barettfarben

  • Schwarz: Panzertruppe, Heeresaufklärer
  • Grün: Jäger, Panzergrenadiere, Wachbataillon
  • Bordeauxrot: Fallschirmjäger, Kommando Spezialkräfte, Heeresflieger
  • Korallenrot: Artillerietruppe, ABC-Abwehrtruppe, Feldjägertruppe, Fernmeldetruppe, Geoinformationsdienst, Instandsetzungstruppe, Nachshubtruppe, Truppe der Operativen Kommunikation, Pioniertruppe
  • Königsblau: Sanitätsdienst
  • Weiß: Militärmusikdienst
  • Marineblau: Objektschutz der Luftwaffe, Cyber- und Informationsraum, Seebataillon, Multinationale Einheiten, Offizierausbildungseinheiten

Ein Bataillon stellt in der Hierarchie der Bundeswehr eine wichtige Einheit dar und positioniert sich oberhalb der Kompanie, wobei es gleichzeitig als der kleinste taktische Verband fungiert. Innerhalb eines Bataillons werden diverse Einheiten aus einer bestimmten Truppengattung zusammengeführt. Diese Einheiten besitzen oft unterschiedliche Ausrüstungen, die sich jedoch gegenseitig ergänzen, wodurch eine organische, funktionale Truppe entsteht. Die Mannstärke eines Bataillons kann bis zu 1.200 Soldaten betragen. Innerhalb der Struktur der Bundeswehr spielt das Bataillon eine entscheidende Rolle, indem es spezifische militärische Fähigkeiten in einem größeren Rahmen bündelt und koordiniert.

Die Befehlstaktik ist ein Führungsansatz in der militärischen Welt, bei dem detaillierte Anweisungen von den Vorgesetzten gegeben werden, die genau definieren, wie Soldatinnen und Soldaten ihre Aufgaben ausführen sollen. In diesem System ist Eigeninitiative nicht nur überflüssig, sondern oft auch nicht erwünscht. Das Hauptmerkmal dieser Taktik ist die intensive Kontrolle durch die Vorgesetzten. Allerdings kann dieses Führungsprinzip problematisch werden, wenn es zu unvorhergesehenen Änderungen in der Situation kommt. In solchen Fällen können die Soldatinnen und Soldaten nicht selbstständig und adaptiv reagieren, da sie strikt den Befehlen folgen müssen und auf neue Instruktionen ihrer Führung warten müssen, um angemessen zu handeln.

Der Berufsförderungsdienst (BFD) ist eine Einrichtung der Bundeswehr, die sich um die berufliche Weiterbildung und Qualifizierung von Soldatinnen und Soldaten auf Zeit (SaZ) vor und nach ihren Ausscheiden aus der Truppe kümmert. Der BFD unterstützt dabei, dass die Soldaten nach ihrer Dienstzeit einen reibungslosen Übergang in das zivile Berufsleben haben. Hierzu zählen:

  • Beratung: Der BFD berät Soldaten hinsichtlich ihrer zivilen Berufsperspektiven und möglichen Bildungswegen.

  • Bildungsgutscheine: Der BFD stellt Gutscheine für Bildungsmaßnahmen bereit. Diese können für verschiedene Weiterbildungen, Umschulungen oder Studiengänge eingesetzt werden.

  • Kurse: Der BFD bietet selbst auch Kurse und Qualifizierungsmaßnahmen an. Dazu gehören Sprachkurse, IT-Schulungen oder andere berufliche Bildungsangebote.

  • Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche: Der BFD hilft auch bei der Suche nach einem zivilen Arbeitsplatz, indem er Kontakte zu Arbeitgebern herstellt oder Bewerbungstrainings anbietet.

Die Inanspruchnahme der Angebote des BFD ist freiwillig, aber für viele Soldaten eine wertvolle Hilfe für den beruflichen Neustart nach der Zeit in der Bundeswehr.

Berufssoldatinnen und Berufssoldaten verpflichten sich, ähnlich wie zivile Beamte, für die gesamte Dauer ihrer beruflichen Laufbahn der Bundeswehr zu dienen. Der Zugang zu diesem Karriereweg steht jedoch nur einer ausgewählten Gruppe von Soldatinnen und Soldaten zur Verfügung. Von den rund 182.000 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sind gegenwärtig etwa 57.000 Berufssoldatinnen und Berufssoldaten. Insbesondere viele Offiziere wählen diesen Karriereweg. Die Berufssoldaten bilden das Rückgrat der Bundeswehr und garantieren eine konstante und erfahrene Führung innerhalb der Streitkräfte.

„Beschuffeln“ ist ein spezieller Begriff im Jargon der Fallschirmjäger der Bundeswehr. Wenn sie von „Beschuffeln“ sprechen, meinen sie das Besteigen eines Luftfahrzeugs, sei es ein Flugzeug oder ein Hubschrauber, im Vorfeld eines Flugs oder Absprungs. Es unterstreicht die besondere Dynamik und Einzigartigkeit der Arbeit von Fallschirmjägern.

Der Bord- und Gefechtsanzug, kurz BGA oder auch „Behga“ genannt, dient als Arbeitsuniform für Marinesoldatinnen und -soldaten während ihres Tagesdienstes an Bord. Er setzt sich zusammen aus einer dunkelblauen Bordhose, einer gleichfarbigen Bordjacke und einem hellblauen Hemd. Ein wesentlicher Aspekt dieses Anzugs ist das feuerfeste Material von Jacke und Hose, welches die Sicherheit der Soldatinnen und Soldaten gewährleistet. Je nach Situation tragen die Marinesoldaten dazu Bordschuhe, Seestiefel oder Kampfstiefel. Bei kälteren Bedingungen kann der dunkelblaue Pullover als zusätzliche Schicht hinzugezogen werden. Für Seefahrten in wärmeren Gebieten ist der Tropen-BGA in Sandfarbe vorgesehen.

Das Wort Biwak stammt aus dem niederländischen Wort Biwake, bzw. dem französischen Wort Bivouac. Es bedeutet in etwa so viel wie Aufbau und Betrieb eines Zeltlagers im Freien. In der Bundeswehr wird das Biwak verwendet, um Inhalte des Gefechtsdienstes oder das Leben im Felde auszubilden. Nach dem Marsch zum Übungsplatz – zu Fuß oder bspw. mit dem Bus – bezieht die übende Truppe den Bereich, in dem das Biwak aufgebaut werden soll, den so genannten Biwakraum. Nach dem Beziehen des Raums werden der Platz der Gruppe, sowie die Stellungen für die Sicherung aufgebaut. Es wird also ein Alarmposten ausgelegt und eingewiesen, die Zelte aufgebaut, eine Feuerstelle geschaffen, Einrichtungen zur Tarnung errichtet und die Stellungen für die Verteidigung ausgehoben und befestigt.

Der Vorteil am Biwak ist, dass Ausbildungen gewissermaßen rund um die Uhr betrieben werden können und somit auch Ausbildungsinhalte vermittelt werden können, die innerhalb der militärischen Liegenschaft (Kaserne) einfach nicht möglich wären.

Der Dienstgrad „Bootsmann“ ist spezifisch für die Marine der Bundeswehr. Angehörige dieses Dienstgrades sind Teil der Dienstgradgruppe der Unteroffiziere mit Portepee. In der Rangfolge gibt es den Boots-, Oberboots-, Hauptboots-, Stabs- und Oberstabsbootsmann. Innerhalb der Struktur der Bundeswehr entsprechen die Bootsleute den Feldwebeln des Heeres und der Luftwaffe. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Führung und Ausbildung von Mannschaften sowie bei der Umsetzung von Operationen und Aufgaben innerhalb der Marine.

Eine Brigade ist in der Bundeswehr ein militärischer Großverband, der vor allem im Heer, der Streitkräftebasis und dem Zentralen Sanitätsdienst anzutreffen ist. Sie setzt sich aus mehreren Bataillonen, Regimentern und gelegentlich speziellen Brigadeeinheiten zusammen. Im Kontext des Heeres ist eine Brigade so ausgestattet und organisiert, dass sie im Gefecht der verbundenen Waffen agieren kann. Das bedeutet, dass sie verschiedene Waffengattungen und Fähigkeiten vereint, um in unterschiedlichen Szenarien flexibel und effektiv eingesetzt zu werden.

Der Brückenschlag bezeichnet im militärischen Kontext das Errichten von Brücken, um Truppen und Ausrüstung über Hindernisse wie Flüsse zu bewegen. Bei schmalen Flüssen können Brückenlegepanzer wie der Leguan eingesetzt werden, bei breiteren Flüssen sind komplexere temporäre Schwimmbrücken erforderlich. Die Sicherung eines Brückenkopfes, also eines Gebietes auf der gegenüberliegenden Flussseite, ist dabei ein kritischer Schritt, bei dem Infanteristen besonders angreifbar sind. Nach der Sicherung des Brückenkopfes beginnen Pioniertruppen mit dem eigentlichen Brückenschlag. Ein erfolgreicher Brückenschlag ermöglicht den weiteren Vormarsch der Truppen.

Der Bündnisfall in der NATO tritt gemäß Artikel 5 des Nordatlantikvertrags ein, wenn ein Mitgliedsland in Europa oder Nordamerika angegriffen wird. Dies wird als Angriff auf das gesamte Bündnis gewertet. Obwohl der NATO-Rat den Bündnisfall feststellt, gibt es keine automatische Verpflichtung für einen Militäreinsatz. In Deutschland ist der Bundestag das entscheidende Gremium, das über einen Militäreinsatz im Rahmen des Bündnisfalls entscheidet.

C

Der Cyber- und Informationsraum (CIR) ist einer der Organisationsbereiche der Bundeswehr. Er wurde angesichts der wachsenden Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie der damit verbundenen Herausforderungen und Bedrohungen im digitalen Raum 2017 ins Leben gerufen. Das Hauptziel des CIR ist es, die Fähigkeiten der Bundeswehr im Bereich Cyber und Information zu stärken und weiterzuentwickeln. Dies umfasst unter anderem den Schutz der IT-Systeme der Bundeswehr, die Abwehr von Cyberangriffen, elektronische Kriegsführung und auch Aufklärung im digitalen Raum.

Der Organisationsbereich CIR trägt zur Sicherung des Informationsvorsprungs bei und unterstützt die anderen Teile der Bundeswehr durch die Bereitstellung relevanter Informationen und Daten. Er spielt auch eine entscheidende Rolle bei der Aufklärung von Cyberbedrohungen und der Entwicklung von Abwehrmaßnahmen. Zudem engagiert sich der CIR in der Forschung und Entwicklung, um sicherzustellen, dass die Bundeswehr über die neuesten Technologien und Kenntnisse in diesem Bereich verfügt. Dies ist von zentraler Bedeutung, da der Informationsraum ein dynamisches und schnelllebiges Umfeld ist, in dem eine ständige Weiterentwicklung und Anpassung erforderlich sind.

Close Air Support (CAS) oder Luftnahunterstützung ist der Einsatz von Kampfflugzeugen und anderen Luftfahrzeugen, um eigene Bodentruppen im Kampf direkt zu unterstützen. Dabei wird Feuerkraft aus der Luft bereitgestellt, um feindliche Kräfte zu bekämpfen, die in unmittelbarer Nähe zu eigenen Einheiten operieren. Das Hauptziel von CAS ist es, feindliche Truppen zu neutralisieren, während man die Wahrscheinlichkeit von versehentlichem Beschuss eigener Einheiten minimiert. Die enge Zusammenarbeit zwischen Boden- und Luftkomponenten ist entscheidend für den Erfolg von CAS-Missionen.

D

Der Dienstanzug ist ein bestimmter Uniformtyp der Bundeswehr, der je nach Teilstreitkraft und in einigen Fällen nach Dienstgrad variieren kann. Er dient vorrangig als Ausgehuniform und wird in der Regel außerhalb militärischer Einrichtungen getragen. In manchen Dienststellen wird er auch als tägliche Uniform getragen. Bei der Marine wird er auch als „Erste Geige“ bezeichnet.

Zum Standard-Dienstanzug gehören Diensthose und -hemd, Krawatte, Dienstjacke, Dienstmantel und eine Kopfbedeckung. In den wärmeren Monaten kann ein kurzes Hemd ohne Jacke und Krawatte zum Einsatz kommen. Für besondere Zeremonien, wie den Großen Zapfenstreich, gibt es den großen Dienstanzug, hauptsächlich bei Heer und Luftwaffe. Hierbei werden Halbschuhe durch Kampfstiefel ersetzt und die Hosenbeine in die Stiefel gesteckt. Zusätzlich wird ein schwarzes Lederkoppel über der Jacke getragen. Bei kühlen Temperaturen kann der Dienstmantel über der Jacke getragen werden, und in bestimmten Situationen kann auch ein Gefechtshelm als Kopfbedeckung dienen.

Dienstgrade in der Bundeswehr geben den Rang und die Stellung eines Soldaten innerhalb der militärischen Hierarchie an. Sie sind in sieben Dienstgradgruppen kategorisiert. Die Basis bilden die Mannschaften, gefolgt von den Unteroffizieren ohne Portepee. Darüber stehen die Unteroffiziere mit Portepee, zu denen die Feldwebel und Bootsleute gehören. Es folgen die Leutnante, zu denen auch die Oberleutnante zählen. Hauptleute und Kapitänleutnante bilden die nächsthöhere Gruppe. Anschließend kommen die Stabsoffiziere, und an der Spitze der Hierarchie stehen die Generale. Jede Dienstgradgruppe hat spezifische Aufgaben und Verantwortlichkeiten innerhalb der Bundeswehr.

Eine Division ist ein bedeutender organisatorischer Verband in der Struktur des Heeres. Sie setzt sich aus mehreren Brigaden zusammen und wird durch Divisionstruppen ergänzt. Diese Divisionstruppen umfassen verschiedene Spezialbereiche wie die Artillerie, Aufklärung, Pioniere, Logistik und Führungsunterstützung. In der Hierarchie des Militärs steht die Division oberhalb der Brigade und dient als strategische Einheit, um größere Operationen und Missionen zu koordinieren und durchzuführen.

„Durchschlagen“ ist ein militärischer Begriff, der das Durchqueren eines Geländes oder Raumes beschreibt, oft unter feindlichen Bedingungen und getrennt von den eigenen Einheiten. Dieses Manöver ist häufig mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Die Soldatinnen und Soldaten müssen möglicherweise lange Strecken zurücklegen, ohne ausreichend Schlaf zu bekommen, haben keinen Kontakt zu ihren eigenen Einheiten und können von feindlichen Kräften verfolgt werden. Das Ziel des Durchschlagens ist es, sich aus einer feindlichen Umgebung zu entfernen, Kontakt mit den eigenen Truppen wiederherzustellen oder einen bestimmten Punkt sicher zu erreichen.

E

Der Einsatzraum bezeichnet ein klar definiertes geografisches Gebiet, in dem eine militärische Einheit oder ein Truppenteil eine bestimmte Aufgabe oder Mission ausführt. Die Größe und Beschaffenheit des Einsatzraums können je nach Auftrag, Art der Operation und beteiligten Einheiten variieren. Es ist wichtig, dass die Einheiten den Einsatzraum genau kennen, um effektiv agieren zu können und mögliche Bedrohungen zu antizipieren.

Die ELSE (Elektronische Sicherheitserklärung) ist ein digitales Werkzeug, das in der Bundeswehr eingesetzt wird, um Sicherheitsüberprüfungen für Personal durchzuführen. Solche Überprüfungen sind besonders für Positionen und Aufgaben wichtig, die den Zugang zu sicherheitsrelevanten Informationen oder Bereichen erfordern. Mit der Einführung von elektronischen Systemen wie ELSE wird der Prozess effizienter und schneller gestaltet, sodass sowohl das Personal als auch die Sicherheitsbeauftragten weniger administrativen Aufwand haben. Das Ziel ist immer, die Sicherheit innerhalb der Bundeswehr zu gewährleisten und sicherzustellen, dass nur vertrauenswürdige Personen Zugang zu sensiblen Informationen oder Bereichen haben.

Die Einpersonenpackung (EPa) dient als Verpflegung für Soldatinnen und Soldaten im Feldeinsatz, wo reguläre Verpflegungsmöglichkeiten fehlen oder nicht zugänglich sind. Die Inhalte sind speziell dafür konzipiert, energiereich, nährstoffreich und haltbar zu sein, sodass sie auch unter ungünstigen Bedingungen gelagert werden können. Ein typisches EPa enthält eine Vielzahl von Artikeln, darunter Hauptmahlzeiten, Snacks, Getränkepulver, Brot oder Cracker, Aufstriche und manchmal auch Desserts. Die genaue Zusammensetzung kann je nach Version und Bestimmungsort variieren. EPas sind für ihre Praktikabilität und ihre Fähigkeit, den Truppen auch in schwierigen Situationen Energie zu liefern, bekannt.

Der Vorteil des EPa ist die Komprimierung der Verpflegung auf eine kleine Tüte oder einen kleinen Karton, was das Mitführen der Verpflegung im Rucksack erleichtert. Außerdem ist die Einmannpackung laut Hersteller bis zu 10 Jahre haltbar.

Die Erkennungsmarke ist ein wichtiges Identifikationsmittel für Soldatinnen und Soldaten. Sie besteht aus einem haltbaren Material, meist aus Metall, und ist in der Regel an einer Kette befestigt, die um den Hals getragen wird. Die auf der Marke angegebenen Informationen ermöglichen eine schnelle und eindeutige Identifizierung des Trägers, insbesondere in Notfallsituationen. Die Angaben zur Blutgruppe können im medizinischen Notfall von entscheidender Bedeutung sein. Bei gefallenen Soldaten ermöglicht die Erkennungsmarke die Identifizierung und die entsprechende Benachrichtigung der Angehörigen. In vielen Armeen weltweit ist das Tragen einer solchen Marke für Militärangehörige verpflichtend.

Die „Erste Geige“ ist eine spezifische Bezeichnung für die erste Garnitur bei der Marine und stellt eine wichtige Uniformvariante dar, die zu besonderen Anlässen und Situationen getragen wird. Die dunkelblaue Farbe, das weiße Hemd und die spezifischen Accessoires wie die Schirmmütze prägen das typische Erscheinungsbild eines Marineangehörigen. Die genaue Ausgestaltung und die verschiedenen Abwandlungen sind fest in der Anzugordnung der Bundeswehr verankert und müssen von jedem Marineangehörigen beachtet werden. Es ist auch zu beachten, dass es Unterschiede bei den Ausgehuniformen je nach Dienstgrad und Alter gibt, wie zum Beispiel der traditionelle Matrosenanzug für jüngere Mannschaftssoldaten.

Esbit ist ein Markenname, der für Trockenbrennstofftabletten steht und von Erich Schumm 1936 erfunden wurde. Die Abkürzung leitet sich von „Erich Schumms Brennstoff in Tablettenform“ ab. Zusätzlich zu den Brennstofftabletten hat Esbit tragbare Kocher entwickelt. Solch ein Taschenkocher, welcher etwa zehn mal zehn Zentimeter misst, ist ein Standardausrüstungsgegenstand für Soldatinnen und Soldaten, um sich im Freien Essen oder Getränke zu erwärmen.

F

Fallschirmjäger sind Infanterieeinheiten, die per Fallschirmsprung aus Flugzeugen oder Hubschraubern in den Einsatz gelangen. Ihr primärer Auftrag ist der Kampf am Boden. Ihr charakteristischer Schlachtruf lautet „Glück – ab!“.

Der Feldanzug in Flecktarn dient dem Heer, der Luftwaffe und einigen Marinedienststellen als tägliche Dienstuniform. Er setzt sich zusammen aus Feldhose, -hemd, Feldbluse, Kampfstiefeln und einer entsprechenden Kopfbedeckung, die entweder eine Feldmütze, ein Barett oder ein Schiffchen sein kann.

Feldjäger fungieren als die Militärpolizei innerhalb der Bundeswehr und sind Teil der Streitkräftebasis. Ihre Aufgabenbereiche sind breit gefächert und reichen vom militärischen Ordnungs- und Verkehrsdienst bis hin zu verschiedenen Sicherheitsaufgaben.

Feldlager sind temporäre Einrichtungen, die den Soldatinnen und Soldaten im Einsatzgebiet eine strukturierte und sichere Basis bieten. Sie dienen nicht nur als Wohn- und Arbeitsstätte, sondern auch als logistischer Knotenpunkt, von dem aus Operationen koordiniert und durchgeführt werden können. Die Errichtung beginnt oft mit einfachen Zelten, entwickelt sich aber im Laufe der Zeit zu einem gut organisierten Camp mit Containerunterkünften und letztlich festen Strukturen. Während des Ausbaus sind auch Versorgungseinrichtungen wie Küchen, sanitäre Einrichtungen und medizinische Stationen von zentraler Bedeutung. Ein gut befestigter Sicherheitszaun und Wachposten sorgen für den Schutz der im Feldlager stationierten Kräfte. Es ist daher entscheidend, dass diese Lager schnell auf- und abgebaut werden können, um auf wechselnde Einsatzanforderungen zu reagieren.

Der Feldwebel ist ein zentraler Dienstgrad in der Bundeswehr und markiert einen wichtigen Übergang von den Unteroffizieren zu höheren Verantwortungsebenen. Als Unteroffiziere mit Portepee nehmen Feldwebel oft Führungspositionen in kleineren Einheiten ein und sind für die Ausbildung von Soldatinnen und Soldaten verantwortlich. Ihre Führungsaufgaben variieren je nach ihrem genauen Dienstgrad, wobei höhere Feldwebeldienstgrade oft bedeutendere Verantwortlichkeiten und Befugnisse mit sich bringen.

Ein Feldwebel fungiert oft als Bindeglied zwischen der Mannschaft und den höheren Offizieren. Durch ihre Erfahrung und Fachkenntnisse sind sie unverzichtbar für den reibungslosen Ablauf von Operationen und die Ausbildung junger Soldaten. Bei der Marine tragen vergleichbare Dienstgrade den Titel „Bootsmann“ und die entsprechenden höheren Ränge.

Besonders hervorzuheben ist, dass Feldwebel nicht nur für militärische Belange, sondern auch für das Wohlergehen und die persönliche Entwicklung ihrer Untergebenen verantwortlich sind. Dies macht den Dienstgrad des Feldwebels zu einem der vielseitigsten und herausforderndsten in der gesamten Bundeswehr.

Ein Fliegerhorst ist im Wesentlichen ein spezialisierter Militärflugplatz, der darauf ausgerichtet ist, verschiedene Luftfahrzeuge, einschließlich Kampfflugzeuge, Transportflugzeuge und Hubschrauber, zu unterstützen. Es ist nicht nur ein Ort zum Starten und Landen, sondern bietet auch umfangreiche Wartungs-, Betriebs- und Verwaltungseinrichtungen. Diese Strukturen sind oft so konzipiert, dass sie den spezifischen Bedürfnissen der stationierten Flugzeugtypen gerecht werden.

Im Gegensatz zu zivilen Flughäfen, die in erster Linie auf den Passagierverkehr ausgerichtet sind, stehen bei Fliegerhorsten Sicherheit und Effizienz im militärischen Betrieb im Vordergrund. Dies schließt oft spezielle Sicherheitsmerkmale, Verteidigungssysteme und Schutzeinrichtungen ein, um die Flugzeuge und das Personal vor möglichen Bedrohungen zu schützen.

Der ICAO-Code, der jedem Fliegerhorst zugewiesen wird, ermöglicht eine schnelle und eindeutige Identifizierung des Flugplatzes in der internationalen Luftfahrtkommunikation. Die Struktur dieses Codes für deutsche Fliegerhorste, wie im Beispiel mit „ETSB“ für Büchel, erleichtert die Zuordnung des Flugplatzes zur jeweiligen geografischen und organisatorischen Einheit innerhalb der Bundeswehr. In einem global vernetzten militärischen Umfeld ist es von entscheidender Bedeutung, klare und konsistente Identifikatoren für Flugplätze zu haben, um die Kommunikation und Koordination zu erleichtern.

Der Formaldienst umfasst Benehmen und Gepflogenheiten in der militärischen Gemeinschaft, die für den täglichen Dienstalltag unerlässlich sind. Er wird – abgesehen vom Wachbataillon – hauptsächlich in der Grundausbildung durchgeführt und ausgebildet. Enthalten im Formaldienst sind der militärische Gruß, die Meldung an einen Vorgesetzten, sowie das Antreten und Marschieren in verschiedenen Formationen.

Gerade in der Grundausbildung ist der Formaldienst für Rekrutinnen und Rekruten wichtig, da diese bei ihrem feierlichen Gelöbnis in Formation auf die Gelöbnisfläche marschieren und während des Gelöbnisses in dieser Formation verbleiben. Außerdem kommt die Soldatin und der Soldat immer wieder in eine Situation, in die er sich gemäß der Formaldienst-Ordnung verhalten muss. Beispielsweise, wenn sie/er sich in einem Dienstzimmer (Büro) eines Vorgesetzten meldet oder befördert wird und aus der Formation heraustritt.

Der Freiwillige Wehrdienst (FWDL) ermöglicht es Interessierten, die Bundeswehr für sieben bis 23 Monate kennenzulernen, ohne sich langfristig zu verpflichten. Während dieser Zeit durchlaufen die Wehrdienstleistenden die Allgemeine Grundausbildung und werden danach in unterschiedlichen Einheiten eingesetzt. Neben der militärischen Erfahrung erhalten sie eine monatliche Vergütung und können zusätzliche Bildungsmaßnahmen wahrnehmen. Der FWDL bietet somit einen Einblick in das militärische Leben und kann berufliche Orientierung bieten.

Der Freiwillige Wehrdienst im Heimatschutz ist eine besondere Form des freiwilligen Wehrdienstes bei der Bundeswehr. Er ermöglicht es Interessierten, sich verstärkt für den Schutz und die Unterstützung im eigenen Land zu engagieren. Der freiwillige Wehrdienst im Heimatschutz fokussiert im Unterschied zum regulären freiwilligen Wehrdienst (FWD) vor allem auf Tätigkeiten ohne Auslandseinsatz und legt Wert auf regionale Einsatzmöglichkeiten im Reservistendienst nach sieben Monaten Grund- und Spezialausbildung.

Dieses Programm wurde ins Leben gerufen, um engagierte Personen aller Altersgruppen anzuziehen, die sich für ein Jahr im Dienste des Gemeinwohls und zur Stärkung des Heimatschutzes und der Krisenprävention bei der Bundeswehr engagieren möchten. Ihre Hauptaufgabe ist es, bei nationalen Notlagen, wie Naturkatastrophen oder schweren Unglücken, zu unterstützen und die Sicherheit im Inland zu gewährleisten. Die einjährige Ausbildung teilt sich in eine dreimonatige Grundausbildung und eine viermonatige vertiefende Schulung. Danach ist im Rahmen dieses Pilotprojekts ein Reservistendienst von fünf Monaten vorgesehen, der flexibel und regional in einem Zeitraum von sechs Jahren absolviert werden kann.

G

Gebirgsjäger sind spezialisierte Infanterieeinheiten, die für den Einsatz in bergigen und extremen Umgebungen trainiert werden. Sie meistern Herausforderungen in Hochlagen, rauen Klimabedingungen und komplexem Terrain. Ihre Ausbildung und Ausrüstung sind speziell auf diese Bedingungen zugeschnitten. Ihr charakteristischer Schlachtruf lautet „Horrido – Joho!“.

Ein Gefecht bezeichnet den bewaffneten Konflikt zwischen gegnerischen Militäreinheiten, der sich auf dem Land, auf dem Wasser oder in der Luft abspielen kann. Es umfasst direkte Kampfhandlungen mit dem Ziel, den Gegner zu besiegen oder einen bestimmten Auftrag zu erfüllen.

Das Gefecht der verbundenen Waffen bezeichnet die koordinierte Zusammenarbeit verschiedener Truppengattungen und Waffensysteme im Kampfeinsatz. Dabei werden die spezifischen Stärken und Fähigkeiten jedes Systems genutzt, um eine maximale Gesamtwirkung zu erzielen. Sei es die Artillerie mit Fernbeschuss, die Pioniere mit Fähigkeiten im Minenräumen und Brückenbau, oder die Aufklärungstruppen zur Informationsgewinnung – alle tragen zum Gesamterfolg bei und ergänzen sich gegenseitig. Das Ziel ist es, Schwächen einzelner Einheiten durch die Stärken anderer auszugleichen und so den Feind effektiv zu bekämpfen.

Ein Gefechtsstand ist der Ort, von dem aus militärische Operationen koordiniert, geplant und geführt werden. Er ist zentral für die Kommunikation zwischen den verschiedenen Einheiten und der übergeordneten Führung. Ab der Bataillonsebene sind solche Stände üblich, wobei auch kleinere Einheiten in bestimmten Szenarien einen solchen Stand einrichten können. Neben der taktischen Planung und Führung dient er auch der Aufrechterhaltung von Kommunikationsverbindungen und Informationsfluss.

Geheimhaltungsstufen dienen dazu, sicherheitsrelevante Informationen vor unbefugtem Zugriff zu schützen. In der Bundeswehr werden diese Stufen verwendet, um den Zugang zu bestimmten Informationen zu regeln. Sie sind abgestuft von weniger sensiblen bis zu besonders sensiblen Informationen. Dazu zählen die Stufen „Verschlusssache–Nur für den Dienstgebrauch“, „Vertraulich“, „Geheim“ und „Streng geheim“. Die höchsten Stufen sind nur einem sehr eingeschränkten Personenkreis zugänglich, um die Sicherheit der Informationen zu gewährleisten.

Ein Geländesandkasten ist ein physisches Modell, das zur Darstellung und Planung von militärischen Operationen im spezifischen Gelände genutzt wird. Mithilfe von natürlichen Materialien wie Sand, Steinen und Ästen wird das betreffende Gebiet detailliert nachgebildet. Dieses Hilfsmittel erleichtert das Verständnis des Geländes und unterstützt die Führungskräfte bei der Koordination und Befehlsgebung für bevorstehende Aktionen.

Das feierliche Gelöbnis ist für die Rekrutinnen und Rekruten der Höhepunkt der Grundausbildung. Beim feierlichen Gelöbnis geloben und schwören sie, der Bundesrepublik Deutschland durch ihren Dienst in der Bundeswehr zu dienen. An diesem Tag werden die Familien und Freunde eingeladen am Gelöbnis teilzunehmen und den feierlichen Anlass gemeinsam mit den Soldatinnen und Soldaten zu feiern. Der Wortlaut des Gelöbnisses wird vorgesagt und anschließend wiederholt. Wehrdienstleistende geloben, Zeitsoldaten schwören:

Freiwillig Wehrdienstleistende (FWDL)

„Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe.“

Der Zusatz „so wahr mir Gott helfe“ kann gesprochen werden, muss aber nicht.

Soldaten auf Zeit (SaZ)

„Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe.“

Der Zusatz „so wahr mir Gott helfe“ kann gesprochen werden, muss aber nicht.

Nach dem feierlichen Gelöbnis ist es den Soldatinnen und Soldaten erstmalig gestattet, in Uniform nach Hause zu fahren.

Ein General ist ein hochrangiger Offizier in der militärischen Hierarchie. Es gibt verschiedene Stufen innerhalb des Generalsranges: Brigadegeneral (mit einem Stern gekennzeichnet), Generalmajor (zwei Sterne), Generalleutnant (drei Sterne) und General (vier Sterne). Im Sanitätsdienst existieren spezielle Bezeichnungen wie Generalarzt, Generalstabsarzt und Generaloberstabsarzt, wobei auch hier die Sterne die Ranghöhe anzeigen. Ein weiterer spezifischer Rang im Sanitätsdienst ist der des Generalapothekers. Während das Heer und die Luftwaffe Generalsdienstgrade nutzen, hat die Marine den Rang des Admirals.

Der Generalinspekteur der Bundeswehr ist der höchstrangige Soldat und Hauptansprechpartner für die Bundesregierung in militärischen Fragen. Als Vier-Sterne-General oder Admiral steht er allen Soldaten truppendienstlich vor und berät die Regierung in seiner Funktion als oberster militärischer Berater. Er leitet den Militärischen Führungsrat, das Spitzenorgan der Bundeswehr. Zudem trägt er die Hauptverantwortung für die Planung und Durchführung von militärischen Einsätzen.

Gerödel bezeichnet informell die gesamte Ausrüstung, die eine Soldatin bzw. ein Soldat mit sich führt oder besitzt. Es umfasst alles, von persönlichen Gegenständen bis hin zu militärischem Equipment.

Ein Geschwader ist ein fliegender Einsatzverband bei der Luftwaffe oder ein Verband von Booten bzw. Schiffen gleichen Typs bei der Marine. In der Luftwaffe ist es organisatorisch einem Regiment ähnlich, mit Gruppen auf Bataillonsebene und Staffeln auf Kompanieebene. Es wird von einem Oberst, dem Kommodore, geführt. Bei der Marine dient das Geschwader hauptsächlich organisatorischen und logistischen Zwecken und ist kein taktischer Einsatzverband.

Die Allgemeine Grundausbildung (GA) ist der erste Schritt für alle Soldatinnen und Soldaten, die ihre militärische Laufbahn in der Bundeswehr beginnen. Während dieser typischerweise dreimonatigen Ausbildung werden den Rekruten die Basisfähigkeiten und -kenntnisse vermittelt, die für den Dienst als Soldatin und Soldat essenziell sind. Dazu gehören nicht nur physische Fertigkeiten wie der Umgang mit Waffen oder Marschieren, sondern auch theoretisches Wissen über die Struktur der Bundeswehr, das Militärrecht und die Grundsätze des soldatischen Verhaltens. Egal ob jemand später als Offizier, Unteroffizier oder Mannschaftsdienstgrad dient – die GA legt das Fundament für die gesamte militärische Karriere.

Die Grundbeorderung stellt eine Neuerung in der Struktur der Bundeswehr dar und dient dazu, die Reserve effektiv und nachhaltig zu stärken. Mit Ende ihrer aktiven Dienstzeit werden Soldatinnen und Soldaten automatisch einem Dienstposten in der Reserve zugeordnet, um ihre Fähigkeiten und Kenntnisse weiterhin nutzbar zu machen. Dies geschieht für eine Zeitspanne von sechs Jahren. Dabei bleibt die Teilnahme an Reserveübungen auf freiwilliger Basis, wodurch eine hohe Flexibilität für die Reservisten gewährleistet wird. Besonders erwähnenswert ist die Rücksichtnahme auf „Blaulichtberufe“. Personen, die nach ihrer Dienstzeit in solchen essenziellen Berufsfeldern arbeiten möchten, werden von der Grundbeorderung ausgenommen, um keine Konkurrenz zu diesen lebenswichtigen Bereichen zu schaffen.

Die Gruppe ist eine kleinste taktische Einheit in vielen Streitkräften und wird in der Regel von einem Gruppenführer, meist im Dienstgrad eines Unteroffiziers, geführt. In der Struktur eines größeren militärischen Verbandes, wie zum Beispiel einer Kompanie, gliedert sich diese mehrfach in Züge, die wiederum aus mehreren Gruppen bestehen. Die genaue Anzahl und Ausrüstung der Soldatinnen und Soldaten in einer Gruppe kann je nach Aufgabe und Waffengattung variieren.

Der Gruppenführer trägt die Verantwortung für die Ausbildung, Führung, das Wohlergehen und die Einsatzbereitschaft seiner Soldatinnen und Soldaten. Er gibt taktische Befehle im Gefecht, sorgt für die Umsetzung übergeordneter Befehle und entscheidet über die konkrete Vorgehensweise seiner Gruppe in unterschiedlichen Situationen. Durch seine Ausbildung und Erfahrung ist er in der Lage, die Fähigkeiten seiner Soldaten optimal einzusetzen und sie in verschiedenen militärischen Szenarien zu führen. In vielen Streitkräften ist die Position des Gruppenführers oft der erste Führungsposten, den ein Unteroffizier übernimmt, und dient als wichtige Erfahrungsbasis für höhere Führungspositionen.

H

Das Heer ist die größte der drei Teilstreitkräfte der Bundeswehr. Es umfasst eine Vielzahl von Truppengattungen, darunter die Panzertruppen, Infanterie, Artillerie, Aufklärungstruppen, Pioniere und viele andere. Das Heer ist für Operationen an Land verantwortlich und hat das Hauptziel, den Schutz und die Verteidigung des Staatsgebietes sowie die Unterstützung von Bündnispartnern sicherzustellen. Es ist mit verschiedenen Fahrzeugen, Waffen und Geräten ausgestattet, um eine Vielzahl von Aufgaben in unterschiedlichsten Umgebungen und unter verschiedenen Bedingungen zu bewältigen. In internationalen Missionen und Einsätzen arbeitet das Heer häufig eng mit den anderen Teilstreitkräften, der Luftwaffe und der Marine, sowie mit Streitkräften verbündeter Nationen zusammen.

Heimatschutz bedeutet nicht nur die traditionelle militärische Verteidigung des Staatsgebietes, sondern auch die schnelle und flexible Unterstützung der zivilen Institutionen in Ausnahmesituationen. Dabei ist es wesentlich, dass die Bundeswehr im engen Austausch und in Kooperation mit den zivilen Behörden und Organisationen steht, um im Notfall schnell und effizient handeln zu können. Der Heimatschutz zeigt auch, wie sehr die Aufgaben der Bundeswehr im Laufe der Jahre diversifiziert wurden und dass sie nicht nur im Ausland, sondern auch im Inland eine wichtige Rolle für das Wohl der Gesellschaft spielt. Es geht um die Wahrung der Sicherheit und des Wohlbefindens der Bevölkerung in unterschiedlichen Kontexten.

Die Hindernisbahn (HiBa) ist eine militärische Ausbildungsanlage, die genutzt wird, um die Soldatinnen und Soldaten sowohl körperlich als auch mental zu trainieren. Die Hindernisse fordern die Ausdauer, Kraft, Kraftausdauer, Beweglichkeit, sowie Schnelligkeit und Koordination. Besonders die Arbeit im Team kann hier trainiert werden. Letztlich überwinden die Soldatinnen und Soldaten die Bahn mit immer mehr Ausrüstung, um die Fitness und den Umgang mit der persönlichen Ausrüstung für den Gefechtsdienst zu schulen.

Hybride Kriegsführung bezeichnet ein multidimensionales Vorgehen, bei dem sowohl konventionelle als auch unkonventionelle Mittel eingesetzt werden, um strategische Ziele zu erreichen. Das Besondere an dieser Art der Kriegsführung ist, dass sie häufig verdeckt und unterhalb der Schwelle eines offenen Krieges agiert. Das macht es für betroffene Staaten oft schwierig, auf diese Bedrohungen zu reagieren, da sie sich nicht immer eindeutig einem bestimmten Aggressor zuordnen lassen.

Die Mittel der hybriden Kriegsführung umfassen u. a.:

  • Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur oder Informationsnetzwerke.
  • Propaganda und Desinformation zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung.
  • Finanzielle oder wirtschaftliche Maßnahmen wie Sanktionen, Embargos oder Investments zur Schwächung der Wirtschaft des Ziellandes.
  • Unterstützung von Guerilla- oder Rebellenbewegungen, um Unruhen oder Bürgerkriege im Zielland zu fördern.
  • Gezielte politische Einflussnahme durch Lobbyarbeit, Korruption oder „Soft Power“-Ansätze.
  • Einsatz konventioneller Streitkräfte, oft getarnt oder unter Vorwänden.

Hybride Kriegsführung stellt für die internationale Gemeinschaft eine besondere Herausforderung dar, da sie traditionelle Sicherheitskonzepte und Verteidigungsstrategien in Frage stellt. Es erfordert eine breit aufgestellte Antwort, die sowohl militärische, politische, wirtschaftliche als auch technologische und informationelle Aspekte integriert.

I

Der „Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt“ (IBuK) spielt eine zentrale Rolle im deutschen Verteidigungssystem. Das Grundgesetz legt fest, dass die Bundeswehr in den Dienst der Verteidigung gestellt wird, und legt die Befugnisse und Verantwortlichkeiten in Bezug auf die Führung und Kontrolle der Streitkräfte fest.

Im Friedensfall wird die Befehls- und Kommandogewalt durch den Bundesminister oder die Bundesministerin der Verteidigung ausgeübt. Dies bedeutet, dass sie die höchste Entscheidungsbefugnis über den Einsatz, die Organisation und die generelle Führung der Bundeswehr haben. Es ist eine zentrale Position, die sicherstellt, dass die Streitkräfte unter ziviler Kontrolle stehen und die Grundprinzipien des demokratischen Staates gewahrt bleiben.

Im Verteidigungsfall, also wenn Deutschland direkt bedroht oder angegriffen wird, geht die Befehls- und Kommandogewalt auf den Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin über. Dieser Wechsel spiegelt die Bedeutung und Dringlichkeit der Situation wider und versetzt die Exekutive in die Lage, schnell und entschlossen auf Bedrohungen zu reagieren.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Übertragung der Befehls- und Kommandogewalt im Verteidigungsfall im Grundgesetz festgelegt ist, um sicherzustellen, dass die Bundeswehr weiterhin unter ziviler und demokratischer Kontrolle steht, selbst in extremen Situationen.

Der militärische Dienst fordert verschiedenste Fähig- und Fertigkeiten. Bereits in der Grundausbildung werden die individuellen Grundfertigkeiten, kurz IGF, zum ersten Mal vermittelt. Diese gilt es jedoch durch Wiederholung im Kopf zu behalten und anwenden zu können. Damit jede Soldatin und jeder Soldat, unabhängig von Dienstzeit, Verwendung oder Dienstgrad, diese Fertigkeiten beherrscht, ist das Prüfen und Bestätigen der individuellen Grundfertigkeiten jährlich Pflicht.

Die IGF-Leistungen umfassen:

  • Sportleistungen (geprüft durch BFT und SGT)
  • Schießleistungen (geprüft durch das IGF-Schießen)
  • Gefechtsdienstleistungen (geprüft durch einen 6-km, 9-km oder 12-km Marsch)
  • ABC-Abwehrleistungen (geprüft durch eine Wiederholungsausbildung)
  • Sanitätsleistungen (geprüft durch eine jährliche, bzw. zweijährliche Wiederholungsausbildung)
  • Schwimmleistungen (geprüft durch das Kleiderschwimmen)

Die Infanterie ist die älteste und grundlegendste Truppengattung in Armeen weltweit. Die Hauptaufgabe der Infanterie ist es, Gelände zu nehmen, zu halten und den Feind in direkten Kämpfen zu bekämpfen.

In modernen Armeen ist die Infanterie trotz der Entwicklung von Panzern, Artillerie und anderen Waffensystemen weiterhin von zentraler Bedeutung. Das liegt daran, dass nur Infanteristen in der Lage sind, in dicht besiedeltem oder unwegsamem Gelände zu operieren, wo Fahrzeuge und andere Waffensysteme nur eingeschränkt eingesetzt werden können.

Die Infanterie der Bundeswehr ist in spezialisierte Einheiten unterteilt, um in verschiedenen Geländearten und Einsatzszenarien effektiv zu sein:

  • Fallschirmjäger: Diese sind speziell ausgebildet, um hinter feindlichen Linien abgesetzt zu werden und spezielle Operationen durchzuführen.

  • Gebirgsjäger: Sie sind Experten für das Kämpfen in bergigem und unwegsamem Gelände und können sich in solchen Bedingungen selbst versorgen.

  • Jäger: Dies sind klassische leichte Infanteristen, die in einer Vielzahl von Umgebungen eingesetzt werden können.

Infanteristen sind oft die ersten, die in ein Einsatzgebiet eindringen, und die letzten, die es verlassen. Ihre Rolle erfordert nicht nur körperliche Fitness und taktische Fähigkeiten, sondern auch die Fähigkeit, in stressigen und oft chaotischen Umgebungen klar zu denken und zu handeln. Die moderne Infanterieausbildung legt daher großen Wert auf die geistige und emotionale Vorbereitung der Soldaten auf die Herausforderungen des Kampfes.

Die Innere Führung ist die Führungsphilosophie der Bundeswehr und basiert auf der Idee des „Staatsbürgers in Uniform“. Entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg, soll sie sicherstellen, dass die Bundeswehr demokratisch verankert ist und die Werte des Grundgesetzes hochhält. Kerngedanken sind die Achtung der Menschenwürde, die Identität des Soldaten als Bürger mit Rechten und Pflichten sowie die ständige Weiterentwicklung der Konzeption. Durch die Innere Führung werden Soldatinnen und Soldaten nicht nur als Befehlsempfänger gesehen, sondern als mündige Bürger, die verantwortungsvoll handeln. Es dient der Motivation, dem Zusammenhalt und reflektiert die demokratischen Prinzipien Deutschlands.

In der Bundeswehr gibt es für jede Teilstreitkraft (Heer, Luftwaffe, Marine) einen Inspekteur. Er ist der ranghöchste Soldat seiner Teilstreitkraft und damit Hauptverantwortlicher für deren Ausbildung, Einsatz und Weiterentwicklung. Zusätzlich gibt es Inspekteure für Organisationsbereiche wie den Sanitätsdienst. Sie sind direkte Berater des Generalinspekteurs der Bundeswehr, des ranghöchsten militärischen Repräsentanten der deutschen Streitkräfte.

In der Organisationsstruktur der Bundeswehr entspricht eine Inspektion oft einer Kompanie in den Kampftruppen. In Ausbildungseinrichtungen oder speziellen Dienststellen ist die Bezeichnung „Inspektion“ üblich, um organisatorische Einheiten zu beschreiben. Sie dient der strukturierten und effektiven Durchführung von Ausbildungen oder spezialisierten Aufgaben.

Die Instandsetzer sind ein essenzieller Bestandteil der Bundeswehr, da sie sicherstellen, dass das Equipment und die Fahrzeuge stets funktionsfähig sind. Ihre Fähigkeiten sind besonders in herausfordernden Einsatzszenarien gefragt, in denen die schnelle Wiederherstellung von beschädigtem Material den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen kann. Das Know-how und die technische Expertise der Instandsetzer sind für den reibungslosen Ablauf von Operationen von entscheidender Bedeutung.

J

Im Jagdkampf operieren die Einheiten oft in kleinen Gruppen, um Flexibilität und Unauffälligkeit zu gewährleisten. Durch schnelle, überraschende Aktionen soll der Feind verwirrt und im Unklaren über die tatsächliche Stärke und Position der eigenen Truppen gelassen werden. Der Erfolg im Jagdkampf erfordert neben einer hohen körperlichen Fitness auch eine besondere Ausbildung in Taktik, Navigation und Überlebenstechniken. Es ist eine Form des asymmetrischen Kampfes, bei dem es weniger darum geht, direkte Konfrontationen mit dem Feind zu suchen, sondern vielmehr dessen Handlungsfähigkeit durch gezielte Aktionen zu beeinträchtigen.

In der Bundeswehr bezieht sich der Begriff „Jagdkommando“ auf eine Gruppe von Soldaten, die im Jagdkampf operieren, um beispielsweise hinter feindlichen Linien den Feind zu stören und seine Handlungsfähigkeit einzuschränken. Es geht hierbei um Infanterie-Taktiken und -Operationen und nicht um Spezialeinsätze wie bei anderen Streitkräften mit gleichnamigen Einheiten.

Der Joint Terminal Attack Controller (JTAC) ist eine wichtige Rolle in der Bundeswehr. JTACs sind speziell ausgebildete Soldaten, die Luftnahunterstützung für Bodentruppen koordinieren. Sie arbeiten eng mit Luftfahrzeugbesatzungen zusammen und sind verantwortlich für die Identifizierung und Zuweisung von Zielen am Boden. Diese Soldaten spielen dabei eine entscheidende Rolle, wo und wie Ziele bekämpft werden, indem sie Luftangriffe leiten und koordinieren. JTACs sind dafür verantwortlich, präzises Feuer auf Höchstziele, wie feindliche Hauptquartiere, zu lenken und zu koordinieren, um die Bodentruppen zu unterstützen.

Das Joint Fire Support Team ist ein spezialisiertes Team innerhalb der Bundeswehr, das die Feuerunterstützungsoperationen koordiniert. Es ist ein Zusammenschluss aus Artilleriebeobachtern, vorgeschobenen Beobachtern der Mörser und Fliegerleittrupps. Das JFST begleitet die Kampftruppe und hat die Fähigkeit, Streitkräfte gemeinsame taktische Feuerunterstützung zu liefern, indem es Steilfeuer von Rohr- und Raketenartillerie, Mörsern und Luftnahunterstützung anfordert und leitet.

K

„Kaleu“ ist die kurze und umgangssprachliche Bezeichnung für den Dienstgrad „Kapitänleutnant“ in der Deutschen Marine. Es handelt sich hierbei um eine traditionelle Anrede, die besonders unter Seeleuten gebräuchlich ist. Der Kapitänleutnant ist ein Offiziersrang, der direkt über dem Oberleutnant zur See und direkt unter dem Korvettenkapitän liegt.

Eine Kaserne ist eine Einrichtung der Bundeswehr, die als zentrale Anlage für den täglichen Dienstbetrieb dient. Sie besteht aus verschiedenen Gebäuden und Einrichtungen, darunter Bürogebäude, Speiseräume, Unterkünfte für die Soldatinnen und Soldaten, Garagen für Fahrzeuge und Lagerhallen für Ausrüstung und Material. Oftmals gibt es auch spezielle Plätze wie einen Appellplatz, auf dem Versammlungen und Zeremonien abgehalten werden, oder Hubschrauberlandeplätze für luftgestützte Operationen. Während einige Soldatinnen und Soldaten nur tagsüber in der Kaserne ihren Dienst verrichten, wohnen Soldatinnen und Soldaten, insbesondere jene in der Grundausbildung oder in besonderen Dienstverhältnissen, auch direkt auf dem Gelände der Kaserne.

Gemäß § 12 des Soldatengesetzes ist jede Soldatin und jeder Soldat zur Kameradschaft verpflichtet. Dieses besagt, dass der Zusammenhalt in der Bundeswehr im wesentlichen auf der Kameradschaft beruht. Alle Soldatinnen und Soldaten sind verpflichtet, die Würde, die Ehre und die Rechte des Kameraden zu achten und ihm in Not und Gefahr beizustehen. Das schließt gegenseitige Anerkennung, Rücksichtnahme und Achtung fremder Anschauung ein. Dieser Zusammenhalt wird ab dem ersten Tag der Grundausbildung gelehrt und stellt in nahezu jeder Verwendung der Bundeswehr eine entscheidende Rolle.

Eine Kompanie stellt in der militärischen Hierarchie eine mittlere Organisationseinheit dar, die sich in der Regel aus mehreren Zügen zusammensetzt. Ihre Stärke kann zwischen 60 und 150 Soldatinnen und Soldaten variieren. Die Führung einer Kompanie obliegt einem Offizier mit dem Dienstgrad eines Hauptmanns oder eines Majors. Je nach Teilstreitkraft oder Truppengattung innerhalb der Bundeswehr kann die Bezeichnung für eine Einheit dieser Größe variieren. So wird sie bei der Luftwaffe und den Heeresfliegern „Staffel“ genannt, während sie bei der Artillerietruppe als „Batterie“ bezeichnet wird.

Ein Korps ist eine höhere Kommandobehörde innerhalb der militärischen Struktur und repräsentiert eine der größten taktischen Einheiten. In der modernen militärischen Organisation sind Korps häufig multinational aufgestellt, um eine gemeinsame Verteidigungs- und Einsatzstruktur zwischen verschiedenen Nationen zu fördern. Ein prominentes Beispiel ist das Eurokorps in Straßburg. Ein Korps setzt sich aus mehreren Divisionen und gegebenenfalls aus besonderen Korpsverbänden zusammen. Seine ständigen Stäbe- und Führungsunterstützungskräfte haben die Kapazität, Hauptquartiere für Missionen der NATO oder der EU bereitzustellen. Während solcher Einsätze werden die Divisionen den Stäben des Korps unterstellt, um eine koordinierte und effektive Befehlsstruktur zu gewährleisten.

Der Kragenspiegel ist ein Bestandteil der Uniform von Heer und Luftwaffe der Bundeswehr, welcher am Kragen des Dienstanzugs angebracht ist. Er dient dazu, die Truppengattung und Dienstgradgruppe des Trägers zu kennzeichnen. In der Marine wird der Kragenspiegel nicht verwendet.

Heer: Der Kragenspiegel des Heeres besteht aus Doppellitzen. Die Litzenfarbe unterscheidet sich je nach Dienstgradgruppe:

Zudem sind die Kragenspiegel in verschiedenen Waffenfarben gehalten, die die jeweilige Truppengattung des Trägers anzeigen.

Luftwaffe: Bei der Luftwaffe zeigt der Kragenspiegel eine Schwinge im Eichenlaubkranz auf goldgelbem Grund.

Generale und Offiziere im Generalstabsdienst: Diese Gruppen haben spezielle Kragenspiegel:

  • Generale tragen eine besondere goldene Stickerei auf hochroter Farbe.
  • Offiziere im Generalstabsdienst haben eine Kolbenstickerei auf einem karmesinroten Untergrund.

Somit ermöglicht der Kragenspiegel eine schnelle und einfache Identifikation von Dienstgrad und Truppengattung des Soldaten.

KzH steht für „krank zu Hause“ und ist ein Krankheitsstatus, der von Truppenärzten der Bundeswehr vergeben wird. Wenn eine Soldatin oder ein Soldat erkrankt ist und der Truppenarzt den Zustand als solchen bewertet, bei dem eine Genesung zu Hause am besten erfolgt, erhält die betroffene Person diesen Status. Mit der Zuweisung des KzH-Status wird der Soldat oder die Soldatin für einen bestimmten Zeitraum offiziell aus dem Dienst entlassen, um sich in den eigenen vier Wänden zu erholen und auszukurieren. Es handelt sich dabei um eine Maßnahme, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Truppenmitglieder sicherzustellen und gleichzeitig die Verbreitung von Krankheiten der Einheit innerhalb zu minimieren.

L

Der Ladeschütze ist ein spezialisierter Soldat, der für das Nachladen von Munition in bestimmten Waffensystemen zuständig ist. Seine Hauptaufgabe besteht darin, sicherzustellen, dass die Waffe stets einsatzbereit ist, indem sie kontinuierlich und effizient mit Munition versorgt wird. Typischerweise ist ein Ladeschütze Teil einer Panzerbesatzung oder eines Panzermörsertrupps. In diesen Einheiten ist es entscheidend, dass das Waffensystem so schnell wie möglich wieder schussbereit ist, um die maximale Feuerkraft aufrechtzuerhalten. Der Ladeschütze spielt daher eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung der Kampffähigkeit solcher Einheiten.

Im militärischen Kontext bezieht sich der Begriff „Lage“ auf die aktuelle Situation oder den Zustand, in dem sich ein Verband oder eine Einheit befindet. Dies kann Informationen über den eigenen Zustand, den Zustand des Feindes oder andere relevante Aspekte wie die zivile Situation umfassen. Die Kenntnis der „Lage“ ist entscheidend für effektive Entscheidungsfindung und Planung. So können Befehlshaber anhand der Feindlage einschätzen, welche Bedrohungen von gegnerischen Kräften ausgehen, oder anhand der zivilen Lage, wie sie am besten mit der lokalen Bevölkerung interagieren können. Das regelmäßige Erhalten und Aktualisieren von Lageinformationen ist daher ein zentraler Bestandteil militärischer Operationen.

Litzen sind schmale, farbige Stoffbändchen mit einer Breite von 0,4 Zentimetern, die zur Kennzeichnung der Truppengattung oder Fachrichtung eines Soldaten dienen. Ihre Farbe entspricht der Kragenspiegel und gibt somit Auskunft über die Zugehörigkeit des Soldaten zu einer bestimmten Einheit oder Funktion. Beim Feldanzug werden sie an den Schulterklappen angebracht. Ein typisches Beispiel sind die gelben Litzen für Funker.

Zusätzlich zu den farbigen Litzen gibt es noch silberne und goldene Kordeln, die eine weitere Unterscheidung ermöglichen:

  • Silberne Kordel: Diese wird von Offiziersanwärtern getragen und kennzeichnet sie als solche in ihrer Ausbildungsphase.
  • Goldene Kordel: Feldwebelanwärter tragen die goldene Kordel, um ihren Status als Anwärter für den höheren Unteroffiziersdienstgrad zu signalisieren.

Litzen und Kordeln sind ebenfalls wichtige Elemente der Uniform, um schnell und einfach Informationen über den Träger ablesen zu können.

Luftherrschaft bezeichnet die dauerhafte und umfassende Kontrolle und Beherrschung des Luftraums in einem bestimmten Gebiet oder während eines militärischen Konflikts. Während Luftüberlegenheit eine zeitliche und räumlich begrenzte Dominanz im Luftraum darstellt, geht die Luftherrschaft darüber hinaus: Sie bedeutet, dass eine Seite den Luftraum so effektiv kontrolliert, dass gegnerische Luftstreitkräfte entweder gänzlich neutralisiert sind oder nur in sehr begrenztem Umfang operieren können. Das Erreichen der Luftherrschaft ermöglicht es den eigenen Boden-, See- und Luftstreitkräften, weitgehend ungehindert zu operieren, während der Feind in seinen Bewegungen und erheblich eingeschränkt ist. Das Erreichen und Aufrechterhalten der Luftwaffe ist oft ein zentrales Ziel in militärischen Auseinandersetzungen,

Lufthoheit bezieht sich auf das souveräne Recht eines Staates, den Luftraum über seinem Territorium zu kontrollieren und zu regulieren. Aufgrund dieses international anerkannten Rechts kann ein Staat bestimmen, welche Luftfahrzeuge in seinen Luftraum eintreten dürfen und welche nicht. Bei einem Verstoß gegen diese Regelungen, beispielsweise durch das unerlaubte Eindringen eines ausländischen Luftfahrzeugs, hat der Staat das Recht, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Dazu kann das Abfangen des Luftfahrzeugs durch eigene Jagdflugzeuge gehören. Die Lufthoheit ist ein wichtiger Bestandteil der territorialen Souveränität eines Staates und wird in internationalen Abkommen und Gesetzen, wie dem Chicagoer Abkommen von 1944, festgelegt.

Luftüberlegenheit bezeichnet die temporäre Dominanz einer Konfliktpartei im Luftraum über einem spezifizierten Gebiet. Diese Dominanz ermöglicht es der betreffenden Partei, Operationen am Boden, in der Luft und auf dem Wasser mit reduziertem Risiko durch feindliche Luftangriffe durchzuführen. Es handelt sich dabei um einen Zustand, bei dem die eigene Seite eine erhebliche Vorteilsposition in der Luft hat und gegnerische Luftstreitkräfte nicht effektiv in der Lage sind, eigene Operationen zu stören oder zu bedrohen. Das Erzielen von Luftüberlegenheit ist oft ein wichtiges Zwischenziel in militärischen Konflikten, um die Effektivität der eigenen Kräfte zu maximieren und den Gegner in seiner Fähigkeit zu beschränken, Operationen durchzuführen.

Die Luftwaffe ist eine der drei Teilstreitkräfte der Bundeswehr, neben Heer und Marine. Sie ist verantwortlich für die Verteidigung des deutschen Luftraums, die Durchführung von Luftoperationen und die Unterstützung von gemeinsamen Operationen mit den anderen Teilstreitkräften. Ihre Hauptaufgaben umfassen die Luftverteidigung, den Lufttransport, die Luftaufklärung sowie offensive Luftoperationen. Die Luftwaffe ist mit modernen Flugzeugen, Drohnen, Radarsystemen und weiteren Technologien ausgestattet, um diesen Aufgaben gerecht zu werden. Sie spielt eine entscheidende Rolle in der Gesamtstrategie der Bundeswehr und trägt dazu bei, Deutschlands Sicherheit und Interessen sowohl im nationalen als auch im internationalen Kontext zu schützen.

M

Mannschaften bilden die niedrigste Dienstgradgruppe innerhalb der Bundeswehr. Sie umfassen Soldatinnen und Soldaten, die grundlegende militärische Funktionen und Aufgaben wahrnehmen und in der Regel nicht in Führungspositionen eingesetzt werden. Der Einstiegsdienstgrad variiert je nach Teilstreitkraft: Beim Heer beginnen Rekruten beispielsweise als Schützen, wobei der genaue Dienstgrad von der jeweiligen Truppengattung abhängen kann. Bei der Luftwaffe tragen sie den Dienstgrad Flieger und bei der Marine den Dienstgrad Matrose.

Während ihrer Dienstzeit können Soldatinnen und Soldaten der Mannschaften aufsteigen und die Dienstgrade Gefreiter, Obergefreiter und Hauptgefreiter erreichen. Die höheren Dienstgrade Stabsgefreiter, Oberstabsgefreiter, Korporal und Stabskorporal sind für Soldatinnen und Soldaten auf Zeit reserviert, die sich für eine längere Dienstverpflichtung entschieden haben. Jeder dieser Dienstgrade spiegelt eine gewisse Dienstzeit, Erfahrung und Qualifikation wider und kann mit zusätzlicher Verantwortung und Aufgaben einhergehen.

Ein Manöver ist in der Militärterminologie eine strukturierte, oft groß angelegte Übung, die darauf abzielt, die Einsatzbereitschaft, Koordination und Fähigkeiten der Streitkräfte unter möglichst realen Bedingungen zu testen und zu verbessern. Dabei werden unterschiedliche Hilfsmittel und Technologien eingesetzt, wie Manövermunition, Simulationstechnik oder in manchen Fällen auch scharfe Munition. Typischerweise finden solche Manöver auf dafür vorgesehenen Übungsplätzen, in Übungslufträumen oder in speziell dafür vorgesehenen Seegebieten statt. Sie ermöglichen den Truppen, komplexe Operationen und Taktiken zu trainieren und potenzielle Schwachstellen zu identifizieren.

Im maritimen Raum bezeichnet ein Manöver auch die gezielte Änderung der Bewegung oder Position eines Schiffes. Dies kann beispielsweise im Rahmen von Rettungsaktionen erfolgen, wie beim „Mann-über-Bord-Manöver“. Ein weiteres Beispiel ist das „Replenishment-at-sea“-Manöver (RAS), bei dem Schiffe während der Kraftstofffahrt, Lebensmittel, Munition oder andere Güter übernehmen. Es stellt sicher, dass Schiffe während längerer Einsätze auf See mit Strom versorgt bleiben können, ohne in einen Hafen einlaufen zu müssen.

Die Deutsche Marine ist eine der drei Teilstreitkräfte der Bundeswehr und verantwortlich für die Wahrnehmung der deutschen Interessen auf und unter dem Wasser. Als Seestreitkraft kümmert sie sich um die Sicherheit der Seewege, den Schutz des eigenen Territoriums und trägt zu multinationalen maritimen Operationen bei. Ihre Hauptaufgaben umfassen die Seeraumüberwachung, U-Boot-Abwehr, Minenabwehr, maritime Luftverteidigung und amphibische Operationen. Die Deutsche Marine setzt sich aus einer Vielzahl von Schiffstypen, U-Booten, Flugzeugen, Hubschraubern und spezialisierten Einheiten zusammen, um diese Aufgaben effektiv durchzuführen. Trotz ihrer Größe als kleinste Teilstreitkraft der Bundeswehr spielt die Marine eine entscheidende Rolle in der Verteidigung und Sicherheitspolitik Deutschlands,

Der Marsch beschreibt in der militärischen Terminologie das geordnete Bewegen von Truppen von einem Ausgangspunkt zu einem bestimmten Zielort, in der Regel zu Fuß. Dies kann im Rahmen einer Verlegung, eines Rückzugs oder einer Offensive geschehen. Dabei ist es wichtig, dass die Truppen in einer geordneten Formation und mit einem bestimmten Tempo voranschreiten, um Koordination und Sicherheit zu gewährleisten. Ein Marsch kann sowohl in Friedenszeiten für Übungen als auch im Einsatzfall vorkommen. Das richtige und effiziente Marschieren gehört zu den Grundfähigkeiten, die jeder Soldat während seiner Grundausbildung lernt.

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) ist der Nachrichtendienst der Bundeswehr und zählt zu den drei Nachrichtendiensten des Bundes, neben dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und dem Bundesnachrichtendienst (BND). Seine Hauptaufgaben liegen in der Abwehr von Spionage und Sabotage gegen die Bundeswehr sowie im Schutz der Soldatinnen und Soldaten vor extremistischen oder terroristischen Aktivitäten. Er spielt eine zentrale Rolle bei der Sicherung von sicherheitsempfindlichen Informationen und der Überwachung möglicher innerer Bedrohungen innerhalb der Bundeswehr. Der MAD arbeitet eng mit anderen Sicherheitsbehörden zusammen und trägt dazu bei, die Handlungsfähigkeit und Integrität der deutschen Streitkräfte sicherzustellen.

Die Messe ist ein zentraler Aufenthaltsraum auf Schiffen und Booten, insbesondere auf Kriegsschiffen. Sie dient der Besatzung als Ort für Mahlzeiten, soziale Interaktion und Entspannung während langer Seefahrten. Auf deutschen Kriegsschiffen existieren die meisten verschiedenen Messen, die je nach Dienstgrad der Besatzungsmitglieder unterteilt sind, um jedem eine angemessene Umgebung zu bieten. So gibt es separate Messen für Offiziere, Portepee-Unteroffiziere, Unteroffiziere ohne Portepee und Mannschaften. Diese Unterteilung schafft private Rückzugsräume für die verschiedenen Dienstgradgruppen. Abgesehen von ihrer alltäglichen Funktion können Messen auch für Besprechungen, Schulungen oder in Notfallsituationen als Verbandsplätze genutzt werden. Aufgrund der Privatsphäre, die sie bieten, gilt in den Messen ein strenges Fotografierverbot.

MSG steht in der Bundeswehr für „Marsch-, Sport-, und Geländebefreit“. Wenn ein Soldat oder eine Soldatin diesen Status erhält, bedeutet das, dass er/sie vorübergehend von körperlich anstrengenden Aktivitäten wie Märschen, sportlichen Übungen oder Aktivitäten im Gelände befreit ist und muss stattdessen im Innendienst bleiben.

Die Musterung ist ein entscheidendes Verfahren, um die Eignung und Tauglichkeit von Bewerbenden für den Dienst in der Bundeswehr zu prüfen. Dabei werden sowohl körperliche als auch geistige Fähigkeiten der Kandidaten bewertet. Medizinische Untersuchungen klären den Gesundheitszustand, während computergestützte Tests Kenntnisse und kognitive Fähigkeiten überprüfen.

Im maritimen Kontext hat das Wort „Musterung“ bei der Deutschen Marine noch eine andere Bedeutung. Hier bezeichnet es das tägliche Antreten der Besatzung, oft auch Morgenmusterung genannt, bei der Anwesenheit und Gesundheitszustand der Seeleute festgestellt werden. Es entspricht dem, was bei Heer und Luftwaffe als „Appell“ bekannt ist.

N

Nachbereiten bezeichnet den Prozess der Reinigung und Pflege von Waffen, Ausrüstung und letztendlich des Soldaten selbst nach Abschluss einer militärischen Übung, Schießausbildung oder anderen Aktivitäten. Dabei wird nach einer festen Reihenfolge vorgegangen, die sicherstellt, dass die Einsatzfähigkeit der Ausrüstung und der Sicherheitsstandard gewährleistet sind: Zunächst wird die Waffe gereinigt und gepflegt, danach die persönliche Ausrüstung und zuletzt kümmert sich der Soldat um seine eigene Hygiene und körperliche Pflege.

Das Nato-Alphabet ist eine international verwendete Buchstabiertafel und von der International Civil Aviation Organization (ICAO) standardisiert. Das von der NATO entwickelte internationale Buchstabieralphabet wird zur militärischen Kommunikation insbesondere im Flug-, Schifffahrt- und Funkverkehr verwendet. Mit dem Nato-Alphabet können Soldatinnen und Soldaten untereinander kommunizieren und leicht zu verwechselnde Zahlen und Buchstaben eindeutig verwenden.

Jeder Angehörige der NATO, also auch jede Soldatin und jeder Soldat der Bundeswehr, lernt dieses Alphabet während der Grundausbildung auswendig.

Der Begriff „neukrank“ stammt aus dem militärischen Alltag und bedeutet, dass ein Soldat oder eine Soldatin zum ersten Mal (neu) krankheitsbedingt ausfällt und dies meldet. Mit dem Satz „Ich melde mich neukrank“ wird der Status einer neuen Erkrankung offiziell kommuniziert. Es ist eine kurze und präzise Art, seinen aktuellen Gesundheitszustand dem Vorgesetzten oder den Kameradinnen und Kameraden mitzuteilen. Das anschließende Verfahren beinhaltet normalerweise den Besuch beim Truppenarzt und die anschließende Meldung des Krankheitsstatus an den zuständigen Vorgesetzten.

O

Offiziere sind Führungskräfte in der Bundeswehr und gliedern sich in die Dienstgruppen Leutnante, Hauptleute, Stabsoffiziere und Generale. Bei einer Verpflichtung als Zeitsoldat (SaZ) sind es üblicherweise 13 Jahre. Berufssoldaten können, bei entsprechender Eignung, bis in die Ränge der Stabsoffiziere und Generale aufsteigen.

Die Bundeswehr ist in verschiedene Organisationsbereiche unterteilt. Diese Einteilung hilft dabei, spezifische Teilaufgaben zu organisieren und zu verwalten. Es gibt militärische Organisationsbereiche wie den Cyber- und Informationsraum, die Streitkräftebasis, den Sanitätsdienst und die Teilstreitkräfte (Heer, Luftwaffe und Marine). Des Weiteren gibt es zivile Organisationsbereiche, zu denen Personal, Ausrüstung, Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen gehören.

P

Panzergrenadiere sind eine spezialisierte Infanterieeinheit innerhalb der mechanisierten Streitkräfte. Im Gegensatz zu normalen Infanteristen haben Panzergrenadiere Fahrzeuge, speziell Schützenpanzer, die sie schnell an die Front oder an den Einsatzort bringen können. Einmal dort, können sie aus ihren Fahrzeugen aussteigen und als Infanterie kämpfen oder sie können auch von innerhalb ihrer gepanzerten Fahrzeuge aus kämpfen.

In modernen Armeen, einschließlich der Bundeswehr, spielen Panzergrenadiere eine wichtige Rolle, da sie den Panzertruppen Infanterieunterstützung bieten und in der Lage sind, sowohl in offenen als auch in städtischen Umgebungen zu kämpfen. Ihr Schlachtruf „Panzergrenadiere – Drann, drauf, drüber!“ unterstreicht ihre Entschlossenheit und ihren Kampfgeist.

Eine Patrouille ist eine militärische Operation, bei der Soldaten bestimmte Gebiete oder Wege überwachen, um Informationen zu sammeln, Präsenz zu zeigen oder potenzielle Bedrohungen zu identifizieren. Patrouillen können defensiv, offensiv oder rein informativ in ihrer Natur sein, je nachdem, welches Ziel verfolgt wird. Abhängig von der Mission und dem Umfeld können Patrouillen zu Fuß, mit Fahrzeugen, mit Flugzeugen oder sogar mit Schiffen durchgeführt werden. Sie können geplant oder spontan sein und von wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen dauern.

Der Begriff Portepee stammt aus dem Französischen und bedeutet soviel wie Degentrage oder Fausriemen. Man könnte auch von einem Schalg- oder Schlachtband sprechen. In früheren Zeiten wurde es verwendet, um den Säbel mit der Hand des Kämpfers zu verbinden und somit dem Verlust der Waffe vorzubeugen. Später hat sich das Portepee zu einem Standesabzeichen der Offiziere und höherer Unteroffiziere entwickelt und hält diese Bedeutung bis heute.

Unteroffiziere mit Portepee sind in der Bundeswehr also alle Unteroffiziere ab dem Feldwebel bzw. Bootsmann (Marine) aufwärts. Folglich also Feldwebel (Bootsmann), Oberfeldwebel (Oberbootsmann), Hauptfeldwebel (Hauptbootsmann), Stabsfeldwebel (Stabsbootsmann) und Oberstabsfeldwebel (Oberstabsbootsmann).

Q

Die Quick Reaction Force (QRF) ist eine Eingreiftruppe, die schnell auf unerwartete Situationen reagiert. Sie ist so geschult und organisiert, dass sie innerhalb kürzester Zeit auf Alarmierungen antworten kann. Ihr Hauptziel ist es, auf dringende Sicherheitsbedrohungen zu reagieren, sei es zur Unterstützung eigener Truppen oder zur Reaktion auf unmittelbare Gefahren. Ihre schnelle Mobilisierung und Reaktionsfähigkeit macht sie zu einem wertvollen Instrument in militärischen Einsätzen, insbesondere in Friedensmissionen oder instabilen Umgebungen.

R

Ein Regiment ist eine militärische Einheit, die größer ist als ein Bataillon, aber kleiner als eine Brigade oder Division. In vielen Streitkräften dient es als Hauptorganisations- und Verwaltungseinheit. Ein Regiment kann aus mehreren Bataillonen bestehen und wird in der Regel von einem Oberst oder einem vergleichbaren Offizier kommandiert. Die spezifische Größe und Funktion eines Regiments kann je nach Land und Streitkraft variieren.

Ein Rekrut ist ein eine Soldatin bzw. Soldat, der gerade erst in die Armee eingetreten ist und sich am Anfang seiner militärischen Grundausbildung befindet. In der Bundeswehr beginnen Rekruten mit dem Dienstgrad Schütze beim Heer, wobei der genaue Dienstgrad je nach Truppengattung variieren kann, als Flieger in der Luftwaffe oder als Matrose bei der Marine. In dieser Phase lernen Sie die Grundlagen des militärischen Dienstes kennen.

Die Reserve bezeichnet alle ehemaligen Soldaten der Bundeswehr, die ihren Dienst abgeschlossen haben. Im Falle einer militärischen Krise könnten diese ehemaligen Soldatinnen und Soldaten erneut eingesetzt werden, um ihre Pflichten zu erfüllen. Zusätzlich gibt es taktische Reserven in militärischen Einsätzen: Dabei handelt es sich um Einheiten, die von Befehlshabern zurückgehalten werden und nicht sofort in den Kampf geschickt werden. Sie stehen bereit, um zu einem entscheidenden Zeitpunkt ins Gefecht eingreifen zu können und die Situation zugunsten der eigenen Seite zu wenden.

Der Richtschütze ist für das präzise Ausrichten und Abfeuern von Waffensystemen zuständig. In Teams, wie einer Panzerbesatzung oder einem Panzermörsertrupp, hat er die Aufgabe, das Ziel ins Visier zu nehmen und die Waffe abzufeuern, um den Feind effektiv zu bekämpfen.

S

SaZ steht für „Soldatinnen und Soldaten auf Zeit“. Dabei handelt es sich um eine befristete Dienstzeit in der Bundeswehr, die je nach Rolle und Verantwortung zwischen zwei und 25 Jahren variieren kann. Insbesondere Offiziersanwärter verpflichten sich in der Regel für mindestens zwölf Jahre. Viele Soldatinnen und Soldaten beginnen ihre Karriere als SaZ und streben später eine unbefristete Laufbahn als Berufssoldat oder Berufssoldatin an, um einen Status zu erhalten, der dem eines Beamten ähnelt.

Das Schiffchen ist eine charakteristische Kopfbedeckung in der Bundeswehr, die aufgrund ihrer besonderen Form so benannt wurde. In der Luftwaffe stellt es für fast alle Truppenteile die standardmäßige Kopfbedeckung zum Dienstanzug dar und kann auch zum Feldanzug getragen werden. Bei der Marine wird das Schiffchen hauptsächlich zum Bord- und Gefechtsanzug, Feldanzug sowie unter bestimmten Bedingungen zum Dienstanzug verwendet. Die Farbgebung und besondere Kennzeichnungen, wie beispielsweise Ränder in Melonengelb, Silber oder Gold, kennzeichnen dabei verschiedene Dienstgrade und Zugehörigkeiten, sowohl in der Luftwaffe als auch in der Marine.

Die Schirmmütze ist ein Bestandteil der Uniform in der Bundeswehr, insbesondere bei Unteroffizieren und Offizieren zum Dienstanzug. In den verschiedenen Teilstreitkräften gibt es unterschiedliche Ansätze für Kopfbedeckungen. So ziehen das Heer das Barett und die Luftwaffe das Schiffchen vor. Bei der Marine bleibt jedoch die Schirmmütze die vorherrschende Kopfbedeckung, wobei an Bord eines Schiffs nur der Kommandant die weiße Schirmmütze trägt.

Die Schützenschnur der Bundeswehr ist eine Ehrung für besondere Schießfertigkeiten. Sie wird in den Kategorien Bronze, Silber und Gold verliehen und ist ausschließlich für Mannschaften und Unteroffiziere vorgesehen, die sie am Dienstanzug tragen.

Die Sicherheitsüberprüfung (SÜ) ist ein Prozess, den alle Bewerbenden für den Dienst mit Waffen in der Bundeswehr durchlaufen müssen. Diese Überprüfung wird vom Militärischen Abschirmdienst (MAD) durchgeführt, um sicherzustellen, dass keine Extremisten eine militärische Ausbildung erhalten. Zudem benötigt jede Person, die eine sicherheitsrelevante Aufgabe übernimmt, eine entsprechende SÜ.

Das Sichern bezeichnet in einem militärischen Kontext das Überwachen bestimmter Bereiche und das Melden jeglicher Aktivitäten oder Unregelmäßigkeiten in diesen Zonen. Es dient der Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung in einem bestimmten Bereich.

Ein Spannungsfall ist ein Zustand, der als Vorstufe des Verteidigungsfalls gilt. Er kann durch einen Beschluss des Bundestages festgestellt werden. In diesem Szenario wird die zuvor ausgesetzte Wehrpflicht wieder aktiviert und bleibt bis auf Weiteres bestehen. Dieser Zustand ermöglicht es, die Streitkräfte schnell und effektiv zu mobilisieren und auf mögliche Bedrohungen zu reagieren.

Ein Spähtrupp besteht aus einer kleinen Einheit von Soldatinnen und Soldaten mit der speziellen Aufgabe, den Feind zu beobachten oder unbekanntes Gelände zu erkunden. Sie agieren diskret und sammeln Informationen, um die eigene Truppe über feindliche Aktivitäten oder Geländebedingungen zu informieren. Abhängig von der Situation und dem Auftrag können sie zu Fuß unterwegs sein oder Fahrzeuge nutzen.

Eine Sperre ist eine militärische Maßnahme, bei der Hindernisse eingerichtet werden, um den Vorstoß oder die Bewegung des Feindes zu behindern oder zu verlangsamen. Dies kann durch verschiedene Mittel erreicht werden, wie zum Beispiel durch Stacheldrahtbarrieren, Minenfelder oder Gräben. Das Ziel ist es, den eigenen Truppen einen taktischen Vorteil zu verschaffen oder bestimmte Gebiete zu schützen.

Die Spezialgrundausbildung baut auf der allgemeinen Grundausbildung in der Bundeswehr auf. Nachdem Soldatinnen und Soldaten die grundlegenden militärischen Fertigkeiten erlernt haben, folgt die Spezialgrundausbildung, die sie auf die spezifischen Anforderungen und Aufgaben ihrer jeweiligen Truppengattung oder Verwendung vorbereitet. Hier erwerben sie die spezifischen Kenntnisse und Fähigkeiten, die für ihre weiteren Aufgaben innerhalb der Bundeswehr erforderlich sind.

Der Spieß, offiziell als Kompaniefeldwebel bezeichnet, ist eine zentrale Figur in jeder Kompanie der Bundeswehr. Er dient als Bindeglied zwischen den Soldatinnen und Soldaten und der Führungsebene und ist oft der erste Ansprechpartner für die Belange der Mannschaften und Unteroffiziere. Neben administrativen Aufgaben ist er auch für die Disziplin, Ordnung und das Wohlbefinden der Soldaten in seiner Kompanie verantwortlich. Oft wird er liebevoll als „Mutter der Kompanie“ bezeichnet, was seine fürsorgliche und gleichzeitig autoritäre Rolle unterstreicht. Seine besondere Stellung wird durch eine goldene Kordel an der rechten Schulter seiner Uniform vertraut gemacht.

Stabsoffiziere gehören zu den höheren Offiziersdienstgraden in der Bundeswehr. Sie stehen in der Rangordnung über den Hauptleuten und unter den Generalen. Zu den Dienstgraden der Stabsoffiziere zählen der Major (und das Marine-Äquivalent Korvettenkapitän), der Oberstleutnant (bzw. Fregattenkapitän in der Marine) und der Oberst (bei der Marine als Kapitän zur See bezeichnet). Sie übernehmen häufig leitende und strategische Funktionen in unterschiedlichen Einheiten und Stäben und tragen maßgeblich zur Planung und Durchführung militärischer Operationen bei.

Die Streitkräftebasis der Bundeswehr ist ein zentraler Organisationsbereich, der sich primär mit Unterstützungs- und Versorgungsaufgaben befasst. Sie ist verantwortlich für die logistische, technische und medizinische Unterstützung sowohl im Inland als auch in den Auslandseinsätzen. Dies umfasst Bereiche wie Transport, Instandhaltung und die medizinische Versorgung. Die Streitkräftebasis arbeitet dabei eng mit den drei Teilstreitkräften – Heer, Luftwaffe und Marine – zusammen und stellt sicher, dass diese effektiv und nachhaltig in ihren jeweiligen Aufgaben unterstützt werden. Soldaten aus allen Bereichen der Bundeswehr können in der Streitkräftebasis Dienst tun.

T

Teilstreitkräfte sind die Hauptgliederungselemente einer Armee, die für spezifische Einsatzumgebungen oder Aufgabenspektren ausgerichtet sind. Bei der Bundeswehr sind dies das Heer für den Landeinsatz, die Luftwaffe für den Einsatz im Luftraum und die Marine für Einsätze auf und unter Wasser. Während diese Unterscheidung ursprünglich klar definiert war, haben sich im Laufe der Zeit Überschneidungen und erweiterte Zuständigkeiten entwickelt, wie beispielsweise der Heeresflieger oder die Marineflieger. Neben diesen Teilstreitkräften gibt es bei der Bundeswehr außerdem Organisationsbereiche wie die Streitkräftebasis, die für Unterstützungsfunktionen zuständig ist, und den Sanitätsdienst, der die medizinische Versorgung gewährleistet.

Der Trupp ist in der Bundeswehr die kleinste organisatorische Einheit und besteht in der Regel aus mehreren Soldatinnen und Soldaten. Er kann spezialisiert oder für bestimmte temporäre Aufgaben zusammengestellt werden. Der Truppführer, meist ein Unteroffizier, ist für die Führung und den Einsatz des Trupps verantwortlich.

Truppengattungen sind spezialisierte Bereiche innerhalb des Heeres und der Streitkräftebasis, in denen Soldatinnen und Soldaten je nach Fähigkeit und Ausbildung dienen. Sie definieren die spezifischen Aufgaben und Rollen, die sie im Gesamtkontext der Bundeswehr wahrnehmen. Beispiele hierfür sind die Panzertruppen, Artillerie oder Panzergrenadiere. Die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Truppengattung wird durch verschiedene Erkennungsmerkmale wie die Waffenfarbe, die Farbe des Baretts, das Barettabzeichen und die Litze signalisiert.

Die Truppenküche versorgt Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Mitarbeiter der Bundeswehr mit Mahlzeiten. Sie spielt eine entscheidende Rolle, da eine angemessene Verpflegung für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Truppe unerlässlich ist. Das Sprichwort „ohne Mampf kein Kampf“ unterstreicht die Bedeutung einer guten Ernährung für den effizienten Dienstbetrieb.

U

Die Uniform kennzeichnet Soldatinnen und Soldaten im Dienst und ist je nach Tätigkeitsbereich unterschiedlich gestaltet. Dienstanzug, Feldanzug oder Sportanzug sind nur einige Beispiele. Heer, Luftwaffe und Marine haben jeweils eigene, charakteristische Dienstanzüge. In Organisationsbereichen wie der Streitkräftebasis oder dem Zentralen Sanitätsdienst tragen die Soldaten die Uniform der Teilstreitkraft, der sie ursprünglich zugeordnet waren. Daher spricht man hier oft von Uniformträgern der jeweiligen Teilstreitkraft.

Unteroffiziere in der Bundeswehr umfassen zwei Dienstgradgruppen: die ohne und mit Portepee. Unteroffiziere ohne Portepee beinhalten die Ränge Unteroffizier und Stabsunteroffizier. Die mit Portepee reichen von Feldwebel bis Oberstabsfeldwebel bzw. in der Marine von Bootsmann bis Oberstabsbootsmann. Sie dienen hauptsächlich im Truppendienst, können aber auch in spezialisierten Fachdiensten, wie technischen Bereichen, eingesetzt werden.

Unterziehen bezeichnet in einem militärischen Kontext die Handlung, sich in einen zugewiesenen Bereich zurückzuziehen, um sich dort zu verbergen, Vorbereitungen zu treffen oder ein Nachtlager aufzuschlagen. Es ist wichtig, dass dieser Bereich vor den Blicken des Feindes geschützt ist, um Sicherheit und Deckung zu gewährleisten.

V

Verbundene Waffen beschreiben das koordinierte Zusammenwirken verschiedener Truppengattungen im Gefecht. Durch die Kombination der individuellen Fähigkeiten und Stärken der einzelnen Truppen, wie z. B. Panzer, Infanterie, Artillerie und Fernmeldetruppen, wird eine höhere Gesamtwirkung erzielt. Dies ermöglicht eine flexiblere und effektivere Kriegsführung und stärkt die Gefechtskraft insgesamt.

Verlegen beschreibt den Vorgang, bei dem Soldaten oder Ausrüstung von einem Standort zu einem anderen verbracht werden, sei es zu Fuß, mit Fahrzeugen oder anderen Transportmitteln. Es dient dem Zweck, Truppen und Material effektiv dorthin zu bringen, wo sie benötigt werden.

Die Verpflegung bezieht sich auf Nahrung und Mahlzeiten, die Soldatinnen und Soldaten zur Verfügung gestellt werden. Wenn ein Soldat den Befehl „Verpflegen Sie jetzt“ erhält, bedeutet das, dass es Zeit ist zu essen. Die Versorgung mit Essen und Trinken ist entscheidend, um die Moral und die körperliche Leistungsfähigkeit der Truppe aufrechtzuerhalten.

Für jemanden der mit dem Gedanken spielt, in die Bundeswehr einzutreten, ist die damit verbundene Verpflichtung immer ein wichtiger Aspekt, den es zu bedenken gilt. Aber warum verlangt die Bundeswehr überhaupt eine Bereitschaft zur Verpflichtung?

Das Verhältnis zwischen der Bundeswehr als Dienstherr und dem Soldaten ist ein sogenanntes Dienst-und-Treue-Verhältnis. Dies ist etwas anderes als ein einfacher Arbeitsvertrag bei einem zivilen Unternehmen. Da die Bundeswehr eine Soldatin bzw. einen Soldaten in einen lebensbedrohlichen Auslandseinsatz schicken muss, um den Auftrag wahrzunehmen, ist eine festere Bindung als ein jederzeit kündbarer Arbeitsvertrag notwendig. Aus diesem Grund verpflichten sich Soldatinnen und Soldaten für den Dienst in der Bundeswehr.

Die Verpflichtungszeit richtet sich zum einen nach der angestrebten Verwendung und zum anderen nach der eigenen freiwilligen Verpflichtungsbereitschaft.​ Die Verpflichtung wird sowohl schriftlich dokumentiert, als auch durch die Soldatin und den  Soldaten selber beim Feierlichen Gelöbnis gelobt oder geschworen.

Ein Versorgungspunkt ist ein festgelegter Ort, an dem Soldaten Vorräte wie Nahrung, Munition, Treibstoff oder andere notwendige Materialien aufnehmen können. Diese Punkte sind entscheidend, um den laufenden Betrieb einer Einheit während Einsätzen oder Manövern aufrechtzuerhalten. Sie werden strategisch so positioniert, dass sie leicht zugänglich sind, aber gleichzeitig auch vor feindlichen Aktivitäten geschützt werden können.

Taktische Verteidigung bezieht sich auf konkrete Maßnahmen und Pläne, die auf einer niedrigeren Ebene des militärischen Kommandos und in einem begrenzten Raum ausgeführt werden, um einen Angriff des Feindes abzuwehren. Während strategische Verteidigung sich auf größere Kriegsführung und langfristige Planung bezieht, konzentriert sich die taktische Verteidigung auf das Hier und Jetzt – auf das, was vor Ort passiert.

Die Schlüsselelemente der taktischen Verteidigung können umfassen:

  • Verteidigungspositionen: Das Auswählen und Vorbereiten von Positionen, die den verteidigenden Truppen einen Vorteil gegenüber dem angreifenden Feind verschaffen.

  • Hindernisse: Das Anlegen von physischen Barrieren (z. B. Minenfelder, Gräben, Stacheldraht) zur Hemmung des feindlichen Vormarsches und zur Lenkung in vorbereitete Tötungszonen.

  • Feuerunterstützung: Die Verwendung von Artillerie, Mörsern und anderen schweren Waffen, um den Feind auf Distanz zu halten und seine Bewegungen zu stören.

  • Reserven: Das Halten von Truppen zurück, um sie bei Durchbruchsversuchen des Feindes oder an kritischen Punkten einzusetzen.

  • Mobilität: Die Fähigkeit, schnell auf Änderungen auf dem Schlachtfeld zu reagieren, sei es durch Rückzug, Gegenangriff oder das Verstärken bedrohter Stellen.

  • Kommunikation: Ein effizientes Kommunikationssystem zwischen den verschiedenen Einheiten und dem übergeordneten Kommando.

Die taktische Verteidigung erfordert eine gründliche Aufklärung und Vorbereitung, um den Feind in eine ungünstige Position zu zwingen und gleichzeitig die eigenen Truppen in einer vorteilhaften Position zu halten.

Der Verteidigungsfall (V-Fall) ist die gravierendste verfassungsrechtliche Situation für die Bundesrepublik Deutschland. Er hat umfassende rechtliche und organisatorische Konsequenzen:

  • Verfassungsrechtliche Grundlage: Die rechtliche Grundlage für den Verteidigungsfall ist im Grundgesetz (GG) festgelegt, insbesondere in den Artikeln 115a bis 115l.

  • Befehls- und Kommandogewalt: Beim V-Fall geht die Befehls- und Kommandogewalt von der Verteidigungsministerin oder dem Verteidigungsminister auf die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler über.

  • Legislative Änderungen: Im Verteidigungsfall können die verfassungsmäßigen Rechte des Bundestages und des Bundesrates eingeschränkt werden. Ein Gemeinsamer Ausschuss, bestehend aus Mitgliedern beider Kammern, kann in dieser Situation die notwendigen gesetzlichen Entscheidungen treffen.

  • Zivilschutz und Katastrophenhilfe: Im Verteidigungsfall können zivile Einrichtungen und Ressourcen zur Unterstützung der Bundeswehr und zur Gewährleistung der inneren Sicherheit und Ordnung herangezogen werden.

  • Wiederinkrafttreten der Wehrpflicht: Obwohl die Wehrpflicht in Deutschland ausgesetzt wurde, kann sie im Verteidigungsfall oder im vorherigen Spannungsfall wieder aktiviert werden, um den Personalbedarf der Bundeswehr zu decken.

  • Begrenzung von Grundrechten: Einige Grundrechte, wie z. B. die Freiheit der Person, das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis, können eingeschränkt werden.

Die Feststellung des Verteidigungsfalls ist ein deutliches Signal für die Schwere und den Ernst der Lage. Es wird alles darauf gesetzt, einen solchen Fall zu vermeiden, und in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ist er noch nie eingetreten.

Das Verzögerungsgefecht ist eine taktische Maßnahme, die eingesetzt wird, um Zeit zu gewinnen, ohne dabei den eigenen Truppen zu viel Verlust zuzumuten. Die Idee ist es, den Feind zu zwingen, seine eigenen Kräfte und Ressourcen zu verbrauchen, während man sich zurückzieht und dabei gezielte Angriffe gegen ihn führt. Einige wichtige Punkte zum Verzögerungsgefecht:

  • Zielsetzung: Hauptziel ist es, dem Feind gleichzeitig zu verlangsamen und eigenen Kräften Zeit zu geben, sich neu zu formieren, Verstärkungen zu erhalten oder andere Operationen vorzubereiten.

  • Ausweichen in Wechselstellungen: Indem man sich regelmäßig zurückzieht und in neuen Stellungen neu formiert, zwingt man den Feind dazu, sich ständig neu zu organisieren und anzupassen. Dies kann den Feind erschöpfen und seinen Vormarsch verlangsamen.

  • Gezielte Angriffe: Obwohl man sich zurückzieht, führt man gezielte Angriffe gegen den Feind durch, um ihn zu schwächen und zu zermürben.

  • Kontrolle des Raumes: Trotz des Rückzugs versucht man, so viel Kontrolle wie möglich über das Schlachtfeld zu behalten, um den Feind zu kanalisieren und in bestimmte Bereiche zu lenken.

  • Endphase: Das Verzögerungsgefecht endet in der Regel entweder mit einem geplanten Gegenangriff, dem Eintreffen von Verstärkungen oder dem Erreichen einer vorher festgelegten Verteidigungslinie.

Das Verzögerungsgefecht erforderte hohe Disziplin, gute Koordination und eine klare Kommunikation zwischen den beteiligten Einheiten. Es ist eine komplexe taktische Maßnahme, die effektiv eingesetzt werden kann, um einem stärkeren oder überlegenen Feind entgegenzutreten.

W

Die Wache in militärischen Einrichtungen wie Kasernen sorgt für Sicherheit, indem sie den Zugang kontrolliert und unerwünschte Aktivitäten überwacht. Sie stellen sicher, dass nur autorisierte Personen und das Gelände betreten und verlassen. Bei Sicherheitsstößen sind sie die ersten, die reagieren, und können weitere Maßnahmen einleiten. Ihre Arbeit beinhaltet auch die Protokollierung des Ein- und Ausgangsverkehrs und dient als zentrale Kommunikationsstelle bei Notfällen. Das gut ausgebildete Wachpersonal gibt den Personen in der Einrichtung ein Gefühl von Sicherheit.

Der Wachtmeister an Bord von Schiffen übernimmt ähnliche Aufgaben wie der Kompaniefeldwebel (umgangssprachlich „Spieß“) an Land wahr. Er ist insbesondere für persönliche Angelegenheiten, die Organisation des Alltags an Bord und für administrative Aufgaben verantwortlich. Durch seine Position hat er einen engen Kontakt zur Mannschaft und dient oft als Bindeglied zwischen der Besatzung und der Schiffsführung. Seine Erfahrung und Kenntnisse machen ihn zu einer wichtigen Stütze im Bordbetrieb.

Die Waffenfarbe kennzeichnet in der Bundeswehr die Zugehörigkeit der Soldatinnen und Soldaten oder eines gesamten Truppenteils zu einer Truppengattung. Besonders bekannt ist die Unterscheidung der Truppengattung anhand farbiger Kragenspiegel oder Litzen auf den Schulterklappen der Heeresuniformträger. Dies umfasst Soldatinnen und Soldaten der Teilstreitkräfte Heer, Streitkräfte-Basis, Zentraler Sanitätsdienst, sowie Cyber- und Informationraum. Die genaue Unterscheidung ist bei der Kombination der Litzen in Verbindung mit Barettabzeichen und Barettfarben möglich.

Die Zugehörigkeit ist erkennbar anhand folgender Farben:

Waffenfarben

  • Jägergrün = Infanterie
  • Rosa = Panzertruppe
  • Hochrot = Artillerie
  • Bordeauxrot = ABC-Abwehr
  • Orange = Feldjäger
  • Hellgrau = Heeresflieger
  • Schwarz = Pioniere
  • Mittelblau = Heereslogistiktruppen
  • Königsblau = Sanitätsdienst
  • Zitronengelb = Fernmelder, EloKa und OpKom
  • Goldgelb = Heeresaufklärer
  • Weiß = Musikdienst

Bei der Watfahrt durchquert ein Fahrzeug ein Gewässer oder ein wassergefülltes Gebiet. Dabei ist es entscheidend, dass das Fahrzeug technisch dafür ausgerüstet ist und die Wattiefe nicht überschritten wird. Diese Wattiefe gibt an, bis zu welcher Tiefe das Fahrzeug ohne Schäden durch das Wasser fahren kann. Bei Militärfahrzeugen, insbesondere bei des Heeres, ist die Fähigkeit zur Watfahrt oft gegeben, da sie in unterschiedlichsten Geländebedingungen einsatzfähig sein müssen. Das korrekte Vorgehen und die Berücksichtigung technischer Details sind bei einer Watfahrt wesentlich, um Schäden am Fahrzeug zu vermeiden und die Sicherheit der Insassen zu gewährleisten.

Aktuell wird die Wiedereinführung der Wehrpflicht, die 2011 nach 55 Jahren unter dem damaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ausgesetzt worden war, von allen Seiten aus Politik und Gesellschaft diskutiert. Nach Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine fragen sich nun viele junge Menschen, ob die Wehrpflicht wieder eingeführt wird? Eine Wiedereinführung der Wehrpflicht ist aus aktuellen Anlass nicht erforderlich, so der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn. Die Bundeswehr und ihre Aufgaben hätten sich verändert. „Für den Kampf im Cyberraum, um nur ein Beispiel zu nennen, sind Wehrpflichtige absolut ungeeignet“, erklärte Zorn den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wir brauchen gut ausgebildetes, in Teilen sogar hochspezialisiertes Personal, um das gesamte Aufgabenspektrum abzudecken.“

Der Wehrsold ist die finanzielle Entlohnung, die Wehrdienstleistende während ihrer Dienstzeit erhalten. Die Höhe des Wehrsoldes hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Dauer des Dienstverhältnisses, dem Dienstgrad und weiteren Zuschlägen. Für reguläre Berufs- und Zeitsoldaten wird das Gehalt nach der Bundesbesoldungsordnung festgelegt. Das Besondere am Wehrsold ist, dass er nicht nur als reine Entlohnung dient, sondern auch zur Sicherung des Lebensunterhalts während der Dienstzeit beiträgt. Das Unterhaltssicherungsgesetz sorgt dabei für die finanzielle Absicherung von Reservisten, die ihren zivilen Beruf für den Dienst in der Bundeswehr unterbrechen. Es ist gewährleistet, dass sie keine finanziellen Einbußen erleiden, wenn sie an Reservistenübungen oder anderen Diensten teilnehmen.

Der Wirkungsbereich ist der Raum oder das Gebiet, in dem ein Soldat oder eine Einheit ihre Aufgaben wahrnimmt und ihre Waffen oder Mittel einsetzt, um einen bestimmten Effekt oder eine Wirkung zu erzielen. Dies kann im offensiven oder defensiven Kontext geschehen. Der Begriff unterstreicht die Bedeutung, dass nicht nur das bloße Abfeuern von Waffen, sondern das gezielte Erzielen einer Wirkung im Vordergrund steht, um taktische oder strategische Ziele zu erreichen.

Y

Das „Y“ im Kennzeichen von Bundeswehr-Fahrzeugen ist einzigartig und kennzeichnet sie als Militärfahrzeuge. Der Name „Y-Tours“ ist umgangssprachlich und wird oft scherzhaft verwendet, um Transporte oder Fahrten der Bundeswehr zu bezeichnen. Es spielt auf den Aspekt an, dass Soldaten oft mit diesen Fahrzeugen auf „Tour“ gehen, sei es zu Übungen, Manövern oder anderen militärischen Aktivitäten. Das Y-Kennzeichen ist ein unverkennbares Zeichen für zivile und militärische Verkehrsteilnehmer, dass es sich um ein Fahrzeug der Bundeswehr handelt.

Z

Der Zapfenstreich hat in vielen Armeen eine lange Tradition. Ursprünglich diente er dazu, das Ende des Ausschanks von Alkohol in den Kasernen und das Einläuten der Nachtruhe zu signalisieren. Daher auch der Name „Zapfenstreich“ – der Zapfen wurde „gestrichen“, das heißt, das Fass wurde verschlossen.

Nicht zu verwechseln mit dem „Große Zapfenstreich“.

Der „Große Zapfenstreich“ ist die bedeutendste militärische Zeremonie der Bundeswehr und anderer Streitkräfte. Dabei handelt es sich um ein abendliches Musik- und Lichterschauspiel, das zu besonderen Anlässen, etwa Staatsbesuchen, Verabschiedungen oder Gedenktagen, aufgeführt wird. Es ist ein beeindruckendes Schauspiel aus Musik, Marsch und Licht, bei dem traditionelle Märsche und Musikstücke gespielt werden. Der Große Zapfenstreich ist ein Zeichen der Ehrerbietung und ein Ausdruck von Tradition und Kameradschaft innerhalb der Armee.

Der Zentrale Sanitätsdienst (ZSanDst) ist für die gesundheitliche Versorgung der Bundeswehrangehörigen sowohl im Inland als auch in Auslandseinsätzen verantwortlich. Dazu gehören neben den klassischen medizinischen Dienstleistungen auch die Veterinärmedizin, die pharmazeutische Versorgung und das Gesundheitsmanagement. Zu den Kernaufgaben zählen die Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit und Einsatzfähigkeit der Soldatinnen und Soldaten. Das umfasst beispielsweise auch die Notfallmedizin, die Behandlung von Verwundeten in Einsatzgebieten, die präventive Gesundheitsvorsorge und die medizinische Forschung.

Die medizinische Versorgung erfolgt durch verschiedene Einrichtungen: Krankenhäuser, Sanitätszentren, Truppenärzte und spezialisierte Institute. Bei Auslandseinsätzen sind mobile Sanitätseinheiten und Feldlazarette von besonderer Bedeutung, um schnell und effektiv medizinische Hilfe leisten zu können. Zusammenfassend ist der Zentrale Sanitätsdienst auch ein wesentlicher Pfeiler der Bundeswehr, um die Gesundheit und die Einsatzbereitschaft der Truppe sicherzustellen.

Der Zug wird von einem Zugführer, in der Regel einem Offizier oder einem erfahrenen Unteroffizier mit Portepee, geführt. Er dient dazu, verschiedene Gruppen zusammenzufassen, um so größere Aufträge und komplexere Aufgabenstellungen erfüllen zu können. Abhängig von der Truppengattung und dem Aufgabengebiet können Züge spezialisiert sein, wie beispielsweise Infanteriezüge, Panzerzüge oder Versorgungszüge. Innerhalb eines Zuges gibt es neben den kämpfenden Einheiten auch Führungselemente und Unterstützungseinheiten, die den reibungslosen Ablauf von Operationen gewährleisten. Ein Zug ist somit eine wichtige taktische Einheit innerhalb der Bundeswehr, die sowohl im Gefecht als auch in anderen Aufgabenspektren eingesetzt wird.

Der Zugführer ist in der Bundeswehr in der Regel ein Offizier, häufig im Rang eines Leutnants oder Oberleutnants, denen bis zu 40 Soldatinnen und Soldaten unterstellt sind. In einigen Fällen, vor allem in spezialisierten oder technischen Einheiten, kann die Funktion des Zugführers auch von einem erfahrenen Unteroffizier mit Portepee, wie einem Hauptfeldwebel, übernommen werden.

Der Zugführer ist für die Führung, Ausbildung und das Wohl der ihm unterstellten Soldaten verantwortlich. Er erhält seine Befehle in der Regel von seinem direkt Vorgesetzten, dem Kompaniechef, und ist dafür verantwortlich, dass diese Befehle in seinem Zuständigkeitsbereich umgesetzt werden. Die Rolle des Zugführers ist besonders wichtig, da er die Bindegliedfunktion zwischen der Kompanieebene und den einzelnen Gruppen innerhalb des Zuges übernimmt. In Gefechts- und Einsatzsituationen ist er außerdem für die taktische Umsetzung der Aufträge und für die Koordination der verschiedenen Gruppen seines Zuges zuständig.

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